Diskussion: Kommentare zu: MVV baut Windparks lieber an Land

Oliver Stock, Chefredakteur Online

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Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 17.01.2012, 22:03 UhrAnonymer Benutzer: GERMANIENPATRIOT

    weiteres zu Offshore unter www.state-union.us bzw. unter dem Link: http://state-union.us/seiten/European%20Union.htm die offenkundigen Tatsachen zu lesen - Merkel, Rösler, Roettgen Ferlemann, Carstensen. McAllister etc. schweigt

  • 18.01.2012, 00:07 UhrCherusker

    Windparks in der Nordsee (wie bspw. auch in DK oder England) können viel Strom erzeugen und stören keinen Bürger. Nur an der Anbindung ans Stromnetz wird gespart (absichtlich?), unverständlich! Windanlagen an Land, die in der Nähe von Wohngebieten stehen können unangenehme Geräusche und Schatten verursachen und vor allem in Süddeutschland ist der Wind oft nicht ausreichend, von der Landschaftszerstörung ganz abgesehen. Offshore sollte man eine Chance geben, das Potenzial ist riesig.

    • 18.01.2012, 07:38 UhrAnonymer Benutzer: vandale

      Cherusker, Die Windstromeinspeisung schwankt in Deutschland, On- und Offshore, zwischen nahe 80 und 20.000 MW (nahe Nennleistung). In einem bedarfsgesteuertem Netz in dem zu jedem Augenblick soviel Strom eingespeist werden muss, wie nachgefragt wird bedarf es Schattenkraftwerke die im unwirtschaftlichen Teillast- oder warm in Bereitschaft gehalten werden. Windstrom ist ziemlich wertlos, Wert ca. 1c/kWh.

      Der Materialaufwand Windmühlen zu bauen beträgt ein 34-faches eines umweltfreundlichen Kernkraftwerks (Vergleich 2 MW Windmühle Land - AP1000 KKW). Auf See ist das Verhältnis noch schlechter. Windstrom ist demzufolge sehr umweltschädlich.

      Die Subventionssätze für den umweltschädlichen Offshore Windstrom betragen 15,5 c/kWh. Gem. eigener Analyse und den Aussagen einiger Energiemanager reicht dies nicht für eine Kostendeckung. Die Anbindung an Land, die vom Versorger zu leisten ist, kostet mehr als der Strom eines modernen, umweltfreundlichen Kernkraftwerks, (Betriebskosten 1,5 - 2c/kWh).

      Mit Landwindmühlen können Sie ökologisch - religiös gestimmte Herzen erwärmen. Welchen Zweck sollen diese ökoreligiösen Monumente auf See erfüllen, den Fischen vom religiösen Glauben der Deutschen künden??

      Vandale

    • 18.01.2012, 10:33 UhrAnonymer Benutzer: Marcel

      Hallo Vandale,

      Ihre Rechnung ist höchst interessant, wie kommen Sie auf die Zahl des 34-fachen Aufwandes? Eine durchschnittliche 2 MW-Onshore-Anlage kostet etwa 3 Mio EUR sprich um 1200MW zu erhalten müsste man 1,8 Milliarden EUR investieren. Ich denke nicht das man für 53 Mio EUR, sprich 1/34, so ein AKW erstellen kann. Die Kosten der Stromproduktion bei einem AKW haben Sie sicher auch nur netto kalkuliert oder? Wenn man die Rückbau-/Endlagerkosten hier einrechnet, sollte man aus Ihren cent-Werten ganz locker Euro-Werte machen können.

    • 18.01.2012, 11:48 UhrAnonymer Benutzer: vandale

      Hallo Marcel, sofern man meinen Kommentar aufmerksam liest, sprach ich nicht vom Kostenaufwand, sondern vom Materialaufwand. Der Vergleich bezieht sich auf die Tonnagen Beton, Stahl, Kupfer... Hierbei hatte ich ein Kernkraftwerk vom Typ Westinghouse AP1000 (mehrere Blöcke in China im Bau, in den USA in der Bauvorbereitung(Vogtle)) welches etwas innovativer ist als der EPR mit 2 MW Windmühlen Land inkl. je 1000to Fundament, verglichen.

      Ein derartiger Vergleich ist natürlich unvollständig als eine Windmühle zu grossen Teilen Low-Tech ist, ein Kernkraftwerk eine moderne sehr komplexe Technologie mit viel höherem Prüfaufwand, Dokumentationsaufwand darstellt.

      Ich stimme überein, dass der Preis eines Gutes ein gut geeignetes Kriterium ist den Gesamtaufwand, eine energetische Amortisation und die Umweltbelastung abzuschätzen. Wenn man neue Windmühlen, Einspeisevergütung Land 9,7c/kWh, Wert des Zufallsstroms ca. 1c/kWh mit einem neuen Kernkraftwerk vergleicht, Kosten bei Abschreibung über 30 Jahre, 5% kalkulatorischer Zins, ca. 1,5c/kWh Betriebskosten 2,5 - 3c Kapitalkosten, so bedarf es einer starken Religiosität um eine Windmühle als umweltfreundlich zu bezeichnen.

      Vandale

    • 18.01.2012, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: Marcel

      Hallo Vandale,

      vielen Dank für Ihre Ausführungen.

      Die Vergütung für Windenergie-Onshore beträgt ab 2012 9,41c/kWh ohne zukünftige Endlagerkosten. Für Rückbau sind realistisch 0,0008c/kWh zu kalkulieren.

      Können Sie bitte in Ihren Betrachtungen die Rückbau- und Endlagerkosten mit einkalkulieren und mir dann den Produktionspreis der kWh aus einem AKW nennen.

      Es scheint so, als ob Sie ebenfalls einer starken Religiosität erlegen sind, allsdings gegenüber AKW.

      Marcel

    • 18.01.2012, 12:56 UhrAnonymer Benutzer: vandale

      Hallo Marcel, der Rückbau des Kernkraftwerks Mühlheim Kärlich kostet z.B. gem. RWE 725 Mio. €. In den USA kalkuliert man etwa 400 Mio. $. Der Unterschied liegt darin begründet, dass man Leichtradioaktiven Schrott in den USA wie auch in Frankreich dem Schrottaufkommen beimischt. Des weiteren hat man in Deutschland den Erfinder der "Ungelösten Endlagerfrage" eine Leitende Funktion in der Atomaufsicht gegeben und so skandalisiert man technisch sehr gute Lösungen wie das Versuchsbergwerk Asse, verursacht sinnlose Kosten wie im Fall Konrad.
      Die Entsorgungskosten werden in den USA 0,1C($)/kWh zurückgelegt, EDF (F) kalkuliert mit 0,1c(€)/kWh für Wiederaufbereitung und Endlagerung. Die geringen Mengen problematischer Abfälle sind sicherlich ein grosser Vorteil gerade gegenüber Wind und Sonnenenergie. Bitte bedenken Sie die Mengen chemotoxischer Abfälle, z.B. Cadmiumtelluridhaltige Abfälle aus der Solarzellenproduktion, PCB haltige Transformatoren ehemaliger Windmühlen, die man im ehemaligen Bergwerk Herfa Neurode einlagert.

      Es mag sein, dass die "Ungelöste Endlagerfrage" die erfolgreichste Oekolegende in Deutschland, erfolgreicher als die CO2 Klimahölle bei der die Unbotmässigen erschwitzen, erfolgreicher als das Waldsterben bei der man ersticken sollte, ist. Sachlich ist dies schwer verständlich. Rein von den Fakten ist diese Legende am dünnsten und abwegigsten.

      Vandale

  • 18.01.2012, 09:38 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Wenn man Landwindmühlen mit Meereswindmühlen vergleicht, so haben Meereswindmühlen den Vorteil das auf See mehr und stetiger Wind weht. Ohne technische Betriebsstörungen erreicht man an Land durchschnittlich ca. 20% der Nennleistung, auf See 42%.
    Auf der anderen Seite ist die Installation von Meereswindmühlen wesentlich aufwendiger. Aufgrund von Wind und Seegang kann man dort nicht regelmässig arbeiten. Auch Reperaturen müssen häufig aufgrund des Wetters monatelang unterbleiben.
    Offensichtlich reichen die höheren Subventionssätze für die Meereswindmühlen von 15,5c/kWh gegenüber Land 9,7c/kWh nicht aus um diese Monumente ökologischen Glaubens für Investoren attraktiv zu machen.

    Vandal

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