Kompromiss
BenQ einigt sich mit IG Metall im Tarifstreit

Der Handy-Hersteller BenQ Mobile und die Gewerkschaft IG Metall haben sich im schwelenden Tarifstreit auf einen Kompromiss verständigt.

lou DÜSSELDORF. Die Einigung sieht vor, dass BenQ den Ergänzungstarifvertrag für die 1 900 Beschäftigten an den Standorten Kamp Lintfort und Bocholt noch einmal bis zum Jahresende verlängert, hieß es am gestrigen Dienstag bei BenQ. Damit sollen betriebsbedingte Kündigungen an den beiden Standorten vermieden werden. Die Beschäftigten erhalten zudem eine Einmalzahlung von 900 Euro.

Der taiwanesische Elektronik-Konzern BenQ hatte im vergangenen Jahr die hoch defizitäre Handy-Sparte von Siemens übernommen. Der noch von Siemens ausgehandelte Ergänzungstarifvertrag beinhaltet eine 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. Die Beschäftigsten verzichten zusätzlich auf Weihnachts- und Urlaubsgeld. Die Ergänzungstarifvertrag läuft Ende Juni aus.

Die Gewerkschaft wollte ursprünglich langfristige Verbesserungen für die Arbeitnehmer erreichen und den Weg zurück zum Flächentarifvertrag einschlagen. Clemens Joos, Chef von BenQ Mobile, forderte dagegen, das vierte Quartal abzuwarten, in dem das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen schreiben soll. Erst dann habe BenQ die nötige Planungssicherheit für langfristige Entscheidungen. Im Oktober nehmen die beiden Parteien erneut die Verhandlungen auf.

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