Konditionen werden am 8. Juli bekannt gegeben
RWE kombiniert Bar- und Tauschangebot für Anleihen

Der Energiekonzern RWE will einen kleinen Teil seiner Anleihen vorzeitig zurückkaufen. Alternativ zu dem Bar-Angebot bietet Deutschlands zweitgrößter Versorger Investoren zudem den Tausch von Bond-Anteilen in eine neue Wandelanleihe an.

HB DÜSSELDORF. RWE wolle von zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. Euro maximal 2 Mrd. Euro zurückkaufen, sagte Finanzdirektor Georg Lambertz am Donnerstag. Für den eher unwahrscheinlichen Fall einer höheren Nachfrage hätten die mit der Transaktion beauftragten Banken einen genauen Zuteilungsmechanismus festgelegt. RWE geht es Lambertz zufolge bei der Transaktion vorrangig darum, die Refinanzierungs-Notwendigkeit in der Zukunft zu verkleinern.

Das RWE-Rückkauf-Angebot gilt für Teile zweier von der Tochter RWE Finance BV begebenen Unternehmensanleihen, die Ende Oktober 2007 beziehungsweise am 18. April 2008 fällig werden. Erstere hat ein Volumen von 2,5 Mrd. Euro bei einem Kupon von 5,5 Prozent, die zweite umfasst 2 Mrd. Euro zu 5,375 Prozent. RWE weist in seinem Geschäftsbericht 2003 Anleihen im Gesamtvolumen von 22,3 Mrd. Euro aus. Alternativ zum Bar-Rückkauf bietet RWE den Investoren an, ihre Anteile an den oben genannten Anleihen in eine neue, bis 2014 laufende Wandelanleihe zu tauschen. Dieses Papier werde ein Volumen von mindestens 500 Mill. und maximal 1,5 Mrd. Euro haben.

RWE habe sich für eine Kombination von Bar- und Tauschangebot entscheiden, weil „in der derzeitigen Marktverfassung eine reine Cash-Offerte wohl nicht das gewünschte Volumen bringen würde“, sagte Lambertz. Gleichwohl werde der Rückkaufpreis für Invetoren attraktiv sein: „Der Rückkaufpreis wird auf jeden Fall besser als der Preis im ungestörten Markt sein.“

Die endgültigen Konditionen sowohl für das Bar- aus auch für das Tauschangebot sollen am 8. Juli bekannt gegeben werden. Gebote müssen bis zum 14. Juli abgegeben werden. Mit der Transaktion seien federführend Barclays Capital, Deutsche Bank und HSBC beauftragt worden. Einen weiteren Anleihe-Rückkauf plant RWE nach Lambertz' Worten derzeit nicht. RWE werde mit dem Rückkauf auch seine Brutto-Schulden verringern, sagte Lambertz.

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