Konecranes
Kranhersteller will deutsche Tochter verkaufen

Der Kranhersteller Konecranes will Teile des US-Rivalen Terex übernehmen. Als Zugeständnis an die Kartellwächter bieten die Finnen nun einer Verkauf ihrer deutschen Tochter Stahl Cranesystems an.

Helsinki/FrankfurtDer finnische Kranhersteller Konecranes bietet als Zugeständnis an die EU-Kartellbehörden den Verkauf seiner deutschen Tochter Stahl Cranesystems an. Mit der Trennung von dem Spezialisten für Fördertechnik aus dem württembergischen Künzelsau ließen sich die Bedenken der Wettbewerbshüter gegen die Übernahme von Teilen des US-Rivalen Terex ausräumen, erklärte Konecranes-Chef Panu Routila am Mittwoch.

Die Finnen wollen das Geschäft von Terex mit Industrie- und Hafenkränen für 1,13 Milliarden Euro übernehmen. Stahl Cranesystems, die bis 2005 zum börsennotierten Explosionsschutz-Spezialisten R. Stahl gehörte, beschäftigt weltweit 700 Mitarbeiter.

Mit der Teilfusion von Terex und Konecranes könnte der deutsche Kran-Hersteller Demag Cranes mit fünf Jahren Verspätung zu großen Teilen doch noch bei den Finnen landen. 2011 hatten Terex und Konecranes um Demag Cranes gebuhlt. Die US-Amerikaner setzten sich damals mit einer Offerte von knapp einer Milliarde Euro durch. Eine Entscheidung der EU sei nun bis zum 8. August zu erwarten, erklärte Konecranes.

Eigentlich hatten Konecranes und Terex eine Komplettfusion vereinbart. Dann grätschte die chinesische Zoomlion mit einem 3,4 Milliarden Dollar schweren Angebot für Terex dazwischen. Doch die Pläne der Chinesen scheiterten im Mai wieder.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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