Konjunktur
Bauindustrie fürchtet Umsatzminus

Trotz der Konjunkturpakete rechnet die deutsche Bauwirtschaft mit deutlich weniger Umsatz und dem Verlust Tausender Arbeitsplätze. Im laufenden Jahr dürfte die Branche nominal drei Prozent weniger einnehmen und 2010 bis zu vier Prozent weniger, teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit.

HB BERLIN. Die staatlichen Hilfsprogramme hätten zwar die Stimmung der Firmen verbessert, reichten aber nicht aus, um die Flaute im Wirtschafts- und Wohnungsbau aufzufangen, sagte HDB-Präsident Herbert Bodner. Noch im Januar hatte der Verband für dieses Jahr mit stagnierenden Umsätzen gerechnet.

„Die anhaltende gesamtwirtschaftliche Rezession hinterlässt inzwischen auch Spuren auf dem Bauarbeitsmarkt“, sagte Bodner. Die Zahl der Beschäftigten dürfte im Jahresschnitt 2009 um rund 15 000 auf 690 000 sinken. Im kommenden Jahr würden voraussichtlich weitere 20 000 Stellen wegfallen.

Zwischen Januar und März liefen die Geschäfte im Bauhauptgewerbe vor allem wegen des harten Winters schlecht. Trotz vergleichsweise hoher Auftragsbestände sei die Produktion - gemessen an den geleisteten Arbeitsstunden - binnen Jahresfrist um 16 Prozent eingebrochen, teilte der HDB mit. Zudem brach im Zuge der Rezession das Neugeschäft um 13,5 Prozent ein. Dies bekam besonders der westdeutsche Wirtschaftsbau zu spüren.

Der Industrieverband äußerte sich etwas pessimistischer als das mittelständische Baugewerbe. Deren Dachverband ZDB hatte jüngst für 2009 ein Umsatzminus von zwei Prozent und den Verlust von rund 10 000 Arbeitsplätzen vorausgesagt.

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