Konjunkturelle Belebung in Japan
Japan sticht China bei Expansion aus

In den vergangenen Wochen und Monaten hat der Expansionsdrang chinesischer Unternehmen immer wieder Schlagzeilen gemacht. Doch tatsächlich waren es japanische Konzerne, die bei der Übernahme von Unternehmen in den Vereinigten Staaten und Westeuropa deutlich vorangekommen sind.

mm FRANKFURT/M. Die Daten des britischen Finanzinformationsdienstes Mergermarket zeigen, dass japanische Firmen in zweiten Quartal dieses Jahres insgesamt mehr als drei Mal so viele Unternehmen in Nordamerika und Europa gekauft haben wie die Konkurrenz aus China. Von Anfang April bis Ende Juni hat sich der Wert westlicher Unternehmen, die von einer japanischen Firma übernommen wurden, im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum auf knapp eine Mrd. Euro verdoppelt.

Die Zahl der Transaktionen stieg im zweiten Quartal 2005 sogar um rund 220 Prozent. Bereits seit vier Jahren zeige sich ein beständiger Anstieg von Zukäufen japanischer Investoren auf entwickelten westlichen Märkten, heißt es in der Analyse von Mergermarket.

Für den jüngsten deutlichen Aufschwung machen die Experten vor allem die Erholung der Wirtschaft des Landes in den vergangenen zwölf Monaten verantwortlich. Durch die konjunkturelle Belebung in Japan sei die Zuversicht der Vorstandschefs deutlich gewachsen. Damit hätten die Konzernlenker auch wieder mehr Mut für neue Übernahmen entwickelt.

Dazu komme die wachsende Konkurrenz aus China. Der härtere Wettbewerb mit dem riesigen und sich rasant entwickelnden asiatischen Nachbarn zwinge die japanischen Unternehmen zu Zusammenschlüssen im Inland und schließlich auch zur Expansion im Ausland.

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