Konkurrenz aus Rumänien
Kölner Ford-Betriebsrat befürchtet Stellenabbau

Bei den Kölner Ford-Werken bangen rund 1 000 der insgesamt 17 300 Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Seit mehreren Monaten verhandle der Konzernbetriebsrat mit Ford-Europachef John Fleming über die Zukunft des Motorenwerkes, sagte ein Firmensprecher am Montag.

HB DÜSSELDORF.Details zum Stand der Verhandlungen wollte er nicht machen. Im Kölner Werk wird noch bis 2010 für den Export in die USA der Sechszylinder-Motor für den Explorer und Ford Mustang produziert. Wie die "Rheinische Post" in ihrer Montagsausgabe berichtete, bangen die Kölner um einen Anschlussauftrag. So soll der neue sparsame Dreizylinder-Motor nicht in Köln, sondern im rumänischen Craiova gebaut werden. In Rumänien koste die Arbeitsstunde fünf und in Köln 30 Euro, schrieb das Blatt.

"Für mich stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine Zukunft für das Werk gibt", zitierte die "Automobilwoche" Konzernbetriebsratschef Dieter Hinkelmann. Sollte nicht wenigstens ein Teil der geplanten Fertigung der neuen Motorengeneration nach Köln geholt werden können, sehe es düster aus.

Weil die Amerikaner wegen der hohen Benzinpreise kaum noch spritschluckende Geländewagen kaufen, hat der US-Autohersteller Ford im zweiten Quartal einen Verlust von 8,7 Mrd. Dollar eingefahren. Der Konzern will sich nun in einer drastischen Kehrtwende auf kleinere Autos konzentrieren und den Gürtel noch enger schnallen. Schuld an dem unerwartet hohen Verlust im zweiten Quartal sind Abschreibungen von acht Mrd. Dollar, die vor allem wegen des drastischen Konzernumbaus und der Wirtschaftsflaute anfielen. 2008 sei ein hartes Jahr und 2009 werde wohl kaum anders sein, hatte Ford-Finanzchef Don Leclair vergangene Woche erklärt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%