Konkurrenz für 7E7 des Erzrivalen Boeing
Airbus erwartet baldigen Schritt zum A350-Programm

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wird nach Aussage von Airbus-Chef Noel Forgeard voraussichtlich schon in der kommenden Woche den ersten Schritt zum Bau des Airbus A350 tun.

HB TOULOUSE. Das EADS-Board werde in der kommenden Woche zusammenkommen, um über das A350 genannte Flugzeug zu beraten, sagte Forgeard am Dienstag in Toulouse. Er sei relativ optimistisch, dass das Projekt gebilligt würde, fügte er hinzu. Der A350 soll eine Langstreckenversion des A330 sein und wird allgemein als Antwort auf das neue Modell 7E7 des Erzrivalen Boeing betrachtet.

„Wir prüfen die A350, nachdem uns Fluggesellschaften gefragt haben, ob wir eine A330 bauen können, die weiter fliegt“, sagte zuvor Airbus Marketing-Chef John Leahy. „Werden wir den A350 auf den Markt bringen? Ich hoffe. Eine Reihe von Fluggesellschaften hoffen, dass wir das tun“, fügte er hinzu.

Airbus hatte Boeing im vergangenen Jahr erstmals als Weltmarktführer bei zivilen Flugzeugen abgelöst. Mit 315 ausgelieferten Maschinen - weiterhin das Ziel von Airbus für dieses Jahr - liegen die Europäer erneut über den 285 geplanten Auslieferungen bei Boeing. Während Airbus für sein weiteres Wachstum auf den neuen Super-Airbus A380, der 550 Passagieren Platz bietet und die 747 von Boeing mit 400 Sitzplätzen als größtes Passagierflugzeug ablöst, setzt, hofft Boeing auf die „Dreamliner“ genannte 7E7.

Die 7E7, die bis zu 300 Passagiere befördern kann, soll in drei Versionen auf den Markt kommen und lockt mit geringen Betriebskosten. Der zeitliche Vorteil liegt allerdings bei Airbus: die A380 soll ab 2006 ausgeliefert werden und der A350 könnte einem Bericht des „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) zufolge ab 2009 ausgeliefert werden. Dagegen kommen die ersten beiden Versionen des 7E7 2008 auf den Markt. Die Langstreckenversion könne sogar erst 2012 folgen, hieß es. Dem „Handelsblatt“ zufolge verhandelt die irische Fluggesellschaft Aer Lingus bereits mit Airbus über die Lieferung von zwölf Maschinen des Typs A350.

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