Konkurrenz für Magenmittel Omeprazol
Schwarz Pharma verzeichnet Gewinneinbruch

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im ersten Quartal 2004 einen deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch verbucht. Besonders das Geschäft mit dem Magenmittel Omeprazol gerät in den USA verstärkt unter Druck.

HB FRANKFURT. Unter dem Strich habe Schwarz Pharma 1,2 Mill. € verdient nach 54,6 Mill. im Vorjahresquartal, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Damit lag Schwarz Pharma sogar noch unter den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Konzerngewinn von 2,1 Mill. € gerechnet hatten. Als Grund für den massiven Gewinnrückgang nannte Schwarz Pharma die deutlich geringeren Umsätze mit dem Magenmittel Omeprazol in den USA. Insgesamt sanken die Umsätze um 51,7 % auf 226,2 Mill. €.

Ausblickend bekräftigte das Monheimer Unternehmen, für 2004 werde der Umsatz auf 800 bis 850 Mill. (Vorjahr: 1,946 Milliarden) Euro schrumpfen. Schwarz Pharma erwarte nach wie vor nur einen marginal positiven Jahresüberschuss. 2003 hatte der Arzneimittelhersteller einen Überschuss von 132,5 Mill. € ausgewiesen.

Der Säurehemmer Omeprazol gehört zu einer der weltweit am stärksten umkämpften Medikamentenklassen. Schwarz Pharma war bis August die einzige Firma, die in den USA ein Nachahmerprodukt des einst bestverkauften Magenmittels Prilosec von AstraZeneca vertrieben hatte. Im Sommer war jedoch die US-Firma Mylan Laboratories, trotz eines schwebenden Rechtsverfahrens mit der britischen AstraZeneca, mit einem Prilosec-Generikum auf dem US-Markt gestartet. Weitere Konkurrenz folgte durch den Pharmakonzern Novartis. Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble kam zudem mit einer rezeptfreien Version auf den Markt. Das Management von Schwarz Pharma hatte daraufhin seine Jahresprognose 2003 deutlich reduzieren müssen.

Um seine Abhängigkeit von Omeprazol zu verringern, baut Schwarz Pharma derzeit seine Neurologie- und Urologie-Sparte aus. Die Firma habe sieben Entwicklungsprojekte, teilte Schwarz Pharma mit. Für ein Parkinson-Pflaster soll im dritten Quartal die Zulassung beantragt werden. Produkte zur Behandlung von Inkontinenz, Epilepsie und neuropathischem Schmerz seien in der letzen Entwicklungsphase.

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