Konkurrenz-Konsortium steht bereit
Herkules-Projekt droht zu platzen

Dem Herkules-Projekt, mit dem die Bundeswehr wesentliche IT-Aktivitäten an ein privates Konsortium auslagern will, droht das Scheitern. Am heutigen Abend treffen Vertreter des Verteidigungsministeriums und der beteiligten Unternehmen des Konsortiums Isic 21 zu einem Spitzengespräch zusammen.

BERLIN. Für ein mögliches Scheitern der Herkules-Verhandlungen läuft sich bereits das zunächst unterlegene Konsortium TIS (T-Systems, IBM und Siemens) warm: "Wir erwarten eine Entscheidung und stehen Gewehr bei Fuß", sagte IBM-Manager Peter Vorgel, Projektverantwortlicher im Bereich Public Sector bei IBM Global Services dem Handelsblatt.

Im Rahmen des 6,5 Mrd. Euro teuren Herkules-Projekts soll eine Gesellschaft, an der neben dem Bund die Unternehmen CSC Ploenzke, EADS und Mobilcom beteiligt sind, die Kommunikationsinfrastruktur der deutschen Armee erneuern. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen drehen sich die Gespräche nach wie vor um eine Differenz von rund 500 Mill. Euro, die zwischen den Forderungen des Konsortium Isic 21 und dem Bund liegen. "Das heißt, dass wir offensichtlich mit unserer ursprünglichen Kalkulation gar nicht so schlecht gelegen haben", heißt es bei TIS. Das IBM-Konsortium war zunächst wegen seines teureren Gebots unterlegen. Das öffentliche Vergaberecht schreibt vor, dass der Bund im Falle eines Scheiterns der Gespräche mit Isic 21 Verhandlungen mit TIS aufnimmt.

Ministerium: Heute keine Aussage mehr

Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Donnerstagabend, man werde am Donnerstag kein Ergebnis der Beratungen mehr bekannt geben. Weitere Angaben machte er nicht. Damit blieb offen, ob die Einigungsversuche Erfolg hatten, scheiterten, weiter gehen oder vertagt wurden.

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