Konkurrenzkampf zwischen Schiene und Straße
Bahn-Chef dementiert Jobabbau bei Railion

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hat Berichte über einen massiven Arbeitsplatzabbau bei Railion zurückgewiesen. Doch der Schienengüterverkehrstochter drohen hohe Verluste.

HB BERLIN.

Der Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, hat Medienberichte dementiert, wonach bei der Schienengüterverkehrstochter Railion bis zu 8000 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Mehdorn schloss am Samstag am Rande einer Touristik-Tagung auf der spanischen Ferieninsel Mallorca, betriebsbedingte Kündigungen bei Railion aus. Allerdings räumte er Probleme bei der Tochter ein, die in diesem und im kommenden Jahr Verluste verbuchen wird.

Zuvor hatte die Zeitung «Die Welt» unter Berufung auf die Eisenbahnergewerkschaft Transnet berichtet, dass infolge hoher Verluste bei der Bahn-Tochter bis 2008 rund ein Drittel der insgesamt 24.000 Jobs gefährdet sind. Railion entwickle sich zum größten Verlustbringer für die Deutsche Bahn. 2004 werde das Unternehmen ein Minus von 70 Millionen Euro verbuchen, hieß es weiter. Sollte die Bahn nicht gegensteuern, werde im kommenden Jahr ein Verlust von 297 Millionen in den Büchern stehen.

Mehdorn begründete den Verlust mit dem Konkurrenzkampf zwischen Schiene und Straße und dem daraus resultierenden Preisverfall. Um die Verluste zu begrenzen, sollen die Investitionen einem internen Papier zufolge um etwa 500 Millionen Euro bis 2009 reduziert werden. Im vergangenen Jahr hatte Railion noch einen Gewinn von 169 Millionen Euro erwirtschaftet. Am Montag berät die Bahn laut «Welt» auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung über die Lage bei Railion.

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