Konkurs-Drohung
Neue Saab-Bestellung sichert Juni-Löhne

Eine neue Bestellung von mehreren hundert Saab-Wagen sichert die Auszahlung der Juni-Löhne. Der Kampf gegen den Konkurs ist aber noch nicht gewonnen.
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StockholmDer schwer angeschlagene schwedische Autohersteller Saab hat eine neue Bestellung aus China über die Lieferung von insgesamt 582 Wagen erhalten. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 13 Millionen Euro und sichert deshalb die zunächst gestoppte Auszahlung der Juni-Löhne von rund 3.500 Mitarbeitern.

Saab in Trollhättan gab den Namen des Bestellers nicht an. In schwedischen Medien wurde spekuliert, dass es sich um eines der beiden chinesischen Unternehmen handelt, die bei dem vom Konkurs bedrohten Konzern einsteigen wollen. Der Autohändler Pang Da und der PKW-Hersteller Youngman Lotus wollen zusammen rund 245 Millionen Euro bei Saab investieren.

Durch die neue Bestellung ist Saab nicht gerettet, erhält allenfalls eine kleine Atempause. Denn das Unternehmen braucht nach Schätzung von Experten kurzfristig rund 800 Millionen Kronen (86,4 Millionen Euro), um Schulden bei Zulieferern begleichen und die Löhne auszahlen zu können. Mittelfristig sind sogar etwa zwei Milliarden Kronen erforderlich. Dieses Geld könnte durch die beiden chinesischen Investoren in die Saab-Kasse kommen. Allerdings wurde bisher nur eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ein endgültiger Einstieg der Chinesen bei Saab ist von der Genehmigung durch chinesische Behörden abhängig. Diese wird erst in einigen Monaten erwartet.

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