Konsequenz aus Skandalen Thyssen-Krupp macht Korruptionsbekämpfung zur Chefsache

Der von Kartellskandalen erschütterte Industriekonzern ThyssenKrupp soll einen neuen Compliance-Vorstand bekommen. Der frühere Verantwortliche, Jürgen Claassen, musste nach Berichten über Luxusreisen zurücktreten.
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ThyssenKrupp will wieder einen Vorstand mit Compliance-Aufgaben betrauen. Quelle: dpa

ThyssenKrupp will wieder einen Vorstand mit Compliance-Aufgaben betrauen.

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FrankfurtThyssenKrupp will einem Magazinbericht zufolge als Reaktion auf den jüngsten Kartellverdacht einen neuen Vorstandsposten für den Bereich Compliance schaffen. Einen entsprechenden Vorschlag werde Konzern-Chef Heinrich Hiesinger dem Aufsichtsrat bei dessen kommender Sitzung im Mai machen, berichtete der "Spiegel" ohne Angaben von Quellen. ThyssenKrupp lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Ganz neu ist ein Vorstand für Compliance - regelkonforme Unternehmensführung - für ThyssenKrupp nicht: Der frühere Verantwortliche für diesen Bereich, Jürgen Claassen, hatte nach Berichten über Luxusreisen auf Firmenkosten Ende 2012 seinen Hut nehmen müssen. Zwei weitere Vorstände hatten im Zusammenhang mit den Milliardenverlusten der neuen Stahlwerke in Übersee ihre Posten verloren. Hiesinger hat zwar angekündigt, den Vorstand nicht wieder auf sechs Manager vergrößern zu wollen. Nur bei den jetzigen drei Posten solle es aber auch nicht bleiben.

Das Bundeskartellamt ermittelt zurzeit erneut gegen ThyssenKrupp, diesmal wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen bei Stahl-Lieferungen für die Automobilindustrie. Am Donnerstag waren die Geschäftsräume von ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg durchsucht worden. Wegen verbotener Absprachen von Schienenherstellern hatte der Konzern im vergangenen Jahr ein Bußgeld von rund 100 Millionen Euro zahlen müssen. Dem Konzern drohen in dem Fall Schadenersatzforderungen der Deutschen Bahn und kommunaler Verkehrsbetriebe von mehreren hundert Millionen Euro. Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen wegen Kartellabsprachen seiner Aufzugstochter ein Bußgeld in dreistelliger Millionenhöhe zahlen müssen.

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6 Kommentare zu "Konsequenz aus Skandalen: Thyssen-Krupp macht Korruptionsbekämpfung zur Chefsache"

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  • Sorry. Es ist viel leichter als Deutsch.

  • ...miserables english

  • Also, stellen wir mal fest lieber Vorstandsvorsitzenden.

    Sie kommen von Siemens und sind im Thema, was Unregelmäßigkeiten betrifft. Sie werden endlich Vorstandsvorsitzender eines Dax Unternehmens und sind seit 2 Jahren im Dienst und haben eine Complianceabteilung, die eine Größe von einer kleinen GmbH hat. Sie haben ein Compliancevorstand namens Classen.
    Sie haben zusätzlich für jeden Bereich zuständige Bereichsvorstände mit Millionengehälter. Sie haben auch noch eine eigene Rechtsabteilung mit zuvielen Anwälten. Was soll der neue Vorstand bewirken. Die Vergangenheit ist nicht veränderbar (hier schlummern noch einige Unregelmäßigkeiten). Die Zukunft gestalten Sie.
    Also Mut zur Wahrheit und lassen Sie die Mitarbeiter, die nur auf Anweisung gearbeitet haben in Ruhe. Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf und da sind noch einige Köpfe, die riechen.......................

  • Tja, fragt sich, was genau zur Chefsache wird: Die Bekämpfung der Korruption oder schlicht eine "diskretere Vorgehensweise"...

  • Nicht nur in Unternehmen gibt es Korruption, auch unsere Abgeordneten sind im gleichen lau warmen Wasser.

    Wenn hier ein unternehmen ein solches Thema zur Chefsache macht, sollte es auch in der Politik zur Chefsache gemacht werden.

  • Regardless of what person is deposited in whatever compliance manager position, the fact remains that the true Chief Compliance Ofgicers were, are, and will be, the Chairman and the CEO. These two, via the Tone From The Top, set the expectations and limits of what is, within any organization, deemed to be acceptable behavior and practices.

    As long as a discredited Chairman (Chromme) and external shareholder with outsize, and undue influence, approve strategy and culture, it makes no difference who gets what impressive job where within the corporation. The only signal now that could ring true, to employees, retirees, the majority shareholders, bond holders, rating agencies, regulators is for Chromme to be dismissed, and for Bites and his Krupp Foundation to be stripped of any special rights, powers, or influence.

    Else all is as it was, and will set the stage for another cycle of ambition, greed, cronyism, lies, waste, incompetence, loss to begin this accruing again against the interests of the diverse stakeholders in Die Firma and the German Nation.

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