Konsequenzen für Bekleidungsbranche
Boss testet eigene Fertigung in China

Der schwäbische Bekleidungshersteller Boss bereitet den Aufbau einer eigenen Produktion in China vor. "Wir testen derzeit, in China auch Anzüge zu produzieren", sagte Boss-Vorstandschef Bruno Sälzer dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Später könnte es sein, dass Boss eine komplette Fabrik in China betreibt.

DÜSSELDORF. Sälzer rechnet damit, dass sich chinesische Bekleidungshersteller weltweit als gleichwertige Anbieter durchsetzen werden. In den nächsten drei bis fünf Jahren würden sie europäische Standards erreichen - auch bei hochwertigen Herren-Anzügen, einem der wichtigsten Produkte von Boss. Sälzer erwartet, dass sich insbesondere die italienischen Bekleidungshersteller auf Konsequenzen einstellen müssen. "Der Niedergang wird in jedem Fall weitergehen", sagte Sälzer über die italienische Bekleidungsbranche. Boss gehört selbst zum italienischen Mode-Konzern Marzotto.

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