Konsolidierung setzt sich vort: In der japanischen Pharmabranche bahnt sich eine Milliardenfusion an

Konsolidierung setzt sich vort
In der japanischen Pharmabranche bahnt sich eine Milliardenfusion an

Die Konsolidierung in der japanischen Pharmabranche schreitet voran. Die Nummer Zwei Sankyo kündigte an, im Oktober die Nummer Sechs Daiichi zu übernehmen. Die Transaktion habe ein Volumen von umgerechnet 5,8 Milliarden Euro.

HB TOKIO. Beide Unternehmen werden den Angaben zufolge in einer Holding zusammengefasst, führen ihre Markennamen aber zunächst fort. Sankyo-Aktionäre sollten je eine Aktie der Holding für eine Sankyo-Aktie erhalten. Daiichi-Aktionäre sollen 1,159 Anteilsscheine je Daiichi-Papier bekommen. Das Sankyo-Angebot bedeutet einen Aufschlag von 14,3 Prozent auf den Schlusskurs der Daiichi-Aktien vom Freitag und liegt damit über den Erwartungen von Analysten.

Die japanischen Pharmakonzerne stehen wegen steigender Entwicklungskosten und der wachsenden Präsenz ausländischer Konkurrenz auf dem heimischen Markt unter zunehmenden Konsolidierungsdruck. Bei den Umsätzen und den Investitionen in Forschung und Entwicklung hinken sie der internationalen Konkurrenz wie etwa dem Branchenprimus Pfizer deutlich hinterher. Bereits im vergangenen Februar hatte Yamanouchi Pharmaceutical angekündigt den Konkurrenten Fujisawa Pharmaceutical im April dieses Jahres für rund sechs Milliarden Euro zu übernehmen. Damit würde Yamanouchi bis zur Sankyo-Daiichi-Fusion vorübergehend Platz Zwei in Japan einnehmen.

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