Konsolidierung unter Brennstoff-Herstellern
Uran-Konzerne in Kanada fusionieren

In Kanada soll ein neuer Gigant in der Uran produzierenden Industrie entstehen. Das kanadische Unternehmen SXR Uranium One in Toronto will die in Vancouver ansässige Ur-Asia Energy für umgerechnet knapp vier Mrd. Euro übernehmen. Weitere Zukäufe sind möglich.

OTTAWA. Die Führungen beider Unternehmen stimmten dem Zusammenschluss bereits zu. Die Aktionäre von Ur-Asia müssen der Transaktion noch zustimmen. Nach Marktkapitalisierung und Uranproduktion würde damit eines der weltweit größten Unternehmen dieser Branche entstehen.

Mittelfristig könnte das neue Unternehmen, das unter dem Namen Uranium One firmieren soll, zum weltweit zweitgrößten Anbieter von Brennstoff für Kernkraftwerke werden. Branchenführer ist die ebenfalls in Kanada ansässige Camecon, deren Jahrenproduktion an Uranoxid (U 3O8) im vergangenen Jahr bei 21 Mill. britischen Pfund, umgerechnet 9 500 Tonnen, lag. Uranium One und Ur-Asia streben nach eigenen Angaben für das Jahr 2008 eine Produktion von sieben Mill. Pfund Uranoxid an. Kanadischen Presseberichten zufolge hat das kombinierte Unternehmen ein Potenzial für eine Produktion von 19 Mill. Pfund (8 600 Tonnen) im Jahr 2012.

Die Konsolidierung im Uransektor wird durch den drastischen Anstieg der Uranpreise in den vergangenen Jahren gefördert. Die Uranpreise haben sich in den beiden vergangenen Jahren verdoppelt und liegen derzeit bei 75 US-Dollar pro Pfund. Die verstärkte Nachfrage nach Uran, die Pläne von Ländern wie China, die Kernkraft auszubauen, und befürchtete Engpässe bei der Uranversorgung haben zu diesem Preisanstieg beigetragen.Die Aktien der neuen Uranium One werden einen Börsenwert von etwa fünf Mrd. US-Dollar haben, teilten die Unternehmen mit. Uranium One will die Aktie von Ur-Asia gegen 0,45 Uranium-One-Aktien oder 7,05 Kanadische Dollar eintauschen. Der Preis beinhaltet ein Aufgeld von 13 Prozent gegenüber dem Börsenkurs vom 9. Februar.

Die neue Uranium One werde das einzige Unternehmen der Uranbranche sein, das Bergwerke und Lagerstätten in den weltweit fünf wichtigsten Uranregionen – in Kasachstan, Südafrika, Australien, den USA und Kanada – habe, teilten die Unternehmen mit. Uranium One will ab 2008 fünf Minen in Betrieb haben. „Das schafft ein global diversifiziertes Unternehmen mit überzeugenden Investitionsanreizen“, sagte Neal Froneman, Chef von SXR Uranium One. Nach Angaben der kanadischen Zeitung „Globe and Mail“ will Uranium One nach einem erfolgreichen Abschluss der Transaktion nach weiteren Akquisitionen Umschau halten. Im September hatte International Uranium in Vancouver Denison Mines in Toronto gekauft.

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