Konsortium mit Magna
Gaz bestätigt Interesse an Opel

Der russische Automobilkonzern Gaz hat erstmals sein Interesse an Opel offiziell bestätigt. Das Unternehmen bestätigte dem Handelsblatt, dass es zu einem Konsortium eingeladen sei, das für Opel bietet. Der Konzern, der zum Firmenimperium des in finanzielle Schieflage geratenen russischen Milliardärs Oleg Deripaska gehört, werde diese Einladung nun prüfen, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

MOSKAU/DÜSSELDORF. Die Rolle des russischen Autokonzerns in dem Konsortium beinhalte aber keinen finanziellen Beitrag, erklärte der Sprecher weiter. Gaz solle die Produktionsstätten für die Herstellung neuer Modelle in Russland stellen sowie Vertrieb und Service in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion übernehmen.

Einen Tag nach dem kanadisch-österreichischen Zuliefererkonzern Magna macht damit auch dessen Partner Gaz sein Interesse an Opel öffentlich. Bisher hatten lediglich deutsche Landespolitiker erklärt, dass Magna zusammen mit Gaz und der russischen Sberbank eine Beteiligung an Opel anstrebe. Magna-Eigentümer Frank Stronach hatte am Dienstag klar gestellt, dass der Zuliefererkonzern selbst nur eine Beteiligung unter 20 Prozent anstrebe.

Über die weitere Zusammensetzung des Konsortiums machte Gaz keine Angaben. Gaz selber gilt als pleite und hat die Produktion in den vergangenen Wochen stark zurückgefahren. Das Unternehmen hatte sich in den vergangenen Jahren vor allem auf den Bau von leichten Transportfahrzeugen spezialisiert. Die Herstellung eines auf der Basis des Chrysler Sebring basierenden neuen PKWs für die russische Traditionsmarke Wolga floppte allerdings.

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