Konstruktionsmängel bei Straßenbahnzügen
Siemens kann Combino-Belastungen noch nicht beziffern

Das Debakel um die Combino-Straßenbahnzüge von Siemens schägt sich auch in den Bilanzen des Konzerns nieder. Wie hoch die finanziellen Belastungen in Zusammenhang mit den Konstruktionsmängeln genau sind, ist nach Unternehmensangaben aber nach wie vor offen.

HB MÜNCHEN. Der Münchener Technologiekonzern wies am Dienstag jedoch Angaben der „Rheinischen Post“ zurück, wonach die rund 400 im Einsatz befindlichen Züge mit Ausnahme des Fahrwerks komplett neu aufgebaut werden müssen.

„Wir können momentan keine finanzielle Aussage treffen, das wäre derzeit reine Spekulation“, sagte eine Sprecherin von Siemens Transportation Systems (TS) in Erlangen auf Anfrage. Es gebe hinsichtlich der Bewertung möglicher Lasten keinen neuen Sachstand. Die „Rheinische Post“ hatte unter Berufung auf konzerninterne Unterlagen berichtet, Siemens müsse für die Behebung der Mängel deutlich mehr Mittel aufwenden als veranschlagt. Zumindest nach außen hin hatten die Münchener bislang aber ohnehin erklärt, noch keinen Überblick über mögliche weitere Lasten zu haben.

Die technischen Probleme bei den Combino-Zügen sind bekannt, nach wie vor wird aber über ihr Ausmaß gerätselt. Bei den Aluminium-Rahmen der Züge (Chassis) lösen sich Verbindungen, einige der Straßenbahnen zeigten Risse in den Dächern und Seitenwänden. „Wir wissen es noch nicht“, hatte Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger Ende April mit Blick auf mögliche weitere Belastungen durch die Combinos erklärt. Die Probleme bei den Zügen hatten im abgelaufenen zweiten Quartal (zum 31. März) für heftige Verluste in der Bahntechniksparte gesorgt und das Gewinnwachstum im Konzern gebremst.

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