Konsum
Deutscher Wein feiert Exporterfolge

Die deutschen Weintrinker achten bei ihrem Lieblingsgetränk seit dem vergangenen Jahr wieder mehr auf die Qualität als auf den Preis. Immer mehr Liebhaber deutscher Gewächse decken ihren Bedarf direkt über die Winzer oder den Fachhandel statt über die Discounter. Und auch im Ausland genießen deutsche Weine großes Ansehen.

DÜSSELDORF. Nach einer Untersuchung der Konsumforscher der Nürnberger GfK im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) kauften die Verbraucher im Handel nicht nur mehr Wein, sondern auch höherwertige Tropfen ein. Die GfK-Experten verzeichneten für 2006 eine Wertsteigerung im Einzelhandel um 3,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Zusammen mit den Verkäufen direkt ab Erzeuger und den Absätzen im Fachhandel summierte sich der Umsatz mit Wein in Deutschland auf insgesamt 4,1 Mrd. Euro.

„Geiz ist geil ist vorbei“, sagte Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, bei der Auftaktpressekonferenz zur Pro-Wein-Messe in Düsseldorf. Ab kommenden Sonntag präsentieren in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mehr als 3 000 Aussteller aus 43 Ländern wieder ihre Erzeugnisse auf dieser Leitmesse der Wein-, Sekt- und Spirituosenbranche.

Zwar findet immer noch rund ein Drittel der Weine seinen Weg über die Discounter in die Regale der Verbraucher, doch mehr als die Hälfte ihres Bedarfs decken die Liebhaber deutscher Gewächse direkt über die Winzer oder den Fachhandel. „Der Durchschnittspreis pro Liter liegt beim Einkauf im Weingut mit 4,83 Euro nahezu doppelt so hoch wie im Lebensmittelhandel“, sagte Weinbaupräsident Weber.

Bei den Produkten ganz im Trend liegen in diesem Jahr die Roséweine, mit denen die Winzer in der Vergangenheit schon neue Käuferschichten erschließen konnten. Besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren stiegen die frischen, unkomplizierten Tropfen erheblich in der Gunst.

Auch im Ausland genießen deutsche Weine großes Ansehen. Der Export in die USA, der seit Jahren zweistellig wächst, überstieg 2006 wertmäßig erstmals die 100-Mill.-Euro-Marke, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von fast 30 Prozent entspricht. Die US-Konsumenten bevorzugen aus Deutschland fast ausschließlich höherpreisige Riesling-Weine aus dem Rheingau oder von der Mosel.

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