Konsumflaute
Bosch-Siemens schließt Berliner Waschmaschinenwerk

Der Haushaltsgerätehersteller BSH Bosch und Siemens Hausgeräte will seine Waschmaschinenfertigung in Berlin Ende 2006 schließen. Der drastische Preisverfall hatte dem Unternehmen zu schaffen gemacht. Künftig soll in Brandenburg produziert werden. Neue Arbeitsplätze wird es dort vermutlich aber nicht geben.

HB BERLIN. Von der Schließung sind 600 Mitarbeiter betroffen. BSH wolle die Produktion von Waschmaschinen in Deutschland neu strukturieren, teilte das Gemeinschaftsunternehmen des Münchener Technologiekonzerns Siemens mit dem Stuttgarter Autozulieferer Robert Bosch mit.

„Vor dem Hintergrund eines aggressiven Wettbewerbs und eines schrumpfenden Markts bei Waschmaschinen der oberen Preisklasse kommt es seit Jahren zu einem dramatischen Preisverfall“, erklärte BSH. Daher werde die Produktion von Frontlader-Waschmaschinen der oberen Preisklassen im Berliner Stadtteil Gartenfeld geschlossen.

Das Berliner Werk sei trotz Investitionen in Fertigung und Entwicklung sowie Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität nicht ausgelastet und unwirtschaftlich, erklärte BSH. In Nauen solle eine neue, wettbewerbsfähige Frontlader-Serie gebaut werden, in deren Entwicklung BSH in den kommenden vier Jahren rund 90 Millionen Euro investieren wolle.

In Berlin bleiben sollen das Entwicklungszentrum für Wäschepflege und Servicebereiche mit knapp 400 Mitarbeitern. Die fünf übrigen Standorte von BSH in Deutschland seien von dem Umbau nicht betroffen, teilte der mit weltweit 34.000 Mitarbeitern größte Hausgerätehersteller in Deutschland mit.

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