Konsumgüter
Beiersdorf erzielt Rekordergebnis trotz Wirtschaftsflaute

Beiersdorf hat zum ersten Mal seit seiner Dax-Zugehörigkeit Quartalszahlen vorgelegt und gleich mit einem Rekordergebnis geglänzt: Der Gewinn stieg so hoch wie noch nie in der Firmengeschichte. Der Nivea-Produzent dürfte zu den wenigen Konzernen gehören, die 2008 besser abgeschnitten haben als 2007.

HB HAMBURG. Der Konsumgüter-Hersteller Beiersdorf hat unbeeindruckt von der Wirtschaftsflaute das vergangene Jahr erneut mit Rekordzahlen abgeschlossen. Das gute Abschneiden verdanken die Hamburger allerdings ausschließlich ihren Pflegeprodukten.

„Alle drei Hauptmarken Nivea, Eucerin und La Prairie entwickelten sich weltweit zweistellig“, sagte Vorstandschef Thomas Quaas am Dienstag. Das Wachstum habe über dem Markt gelegen. Dagegen litt die Klebstoff-Tochter Tesa zum Jahresende unter einem rückläufigen Industriegeschäft. Vor allem die Autohersteller orderten weniger, weil sie ihre Fahrzeuge kaum noch loswerden.

Konzernweit stieg der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 8,4 Prozent auf 5,970 Mrd. Euro. 5,125 Mrd. Euro erlöste Beiersdorf mit seinen Pflegeprodukten - zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erlöse von Tesa stagnierten dagegen bei 845 Mio. Euro. „Die aktuelle Entwicklung bei Tesa ist marktbedingt - Tesa ist seit Jahren ein grundgesundes Unternehmen und ist sehr gut aufgestellt für die Zukunft“, unterstrich Vorstandschef Quaas. In der Vergangenheit war immer wieder über eine Trennung von Tesa spekuliert worden.

Unterm Strich stieg der Gewinn des Dax-Neulings von 442 auf 553 Mio. Euro. Dazu trugen auch Verkäufe von Unternehmensteilen bei. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Sondereffekten verbesserte Beiersdorf sein Ergebnis aber immer noch leicht von 684 auf 695 Mio. Euro.

Vorstandschef Thomas Quaas hatte bereits Ende Dezember ein Abschneiden über dem bis dato erfolgreichsten Jahr 2007 angekündigt. Entsprechend verhalten fiel die Reaktion der Aktie aus. Vorbörslich stieg sie leicht um 0,17 Prozent auf 40,30 Euro und hielt sich damit besser als der Markt. Ein Händler lobte zwar die Zahlen, die besser ausgefallen seien als erwartet. Er monierte allerdings, dass der Konzern keinen Ausblick für das laufende Jahr gegeben habe.

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