Konsumgüterhersteller
Henkel hofft auf seine starken Marken

Persil, Pril und Schwarzkopf: Henkel will die Wirtschaftskrise mit seinen starken Marken überstehen. Der Konsumgüterhersteller blickt nämlich auf einen schwachen Start ins Jahr 2009 zurück. Nun hofft Henkel auf die Treue der Konsumenten.

DÜSSELDORF. Der Konsumgüterkonzern Henkel ist mit einem Gewinneinbruch ins Jahr gestartet. Am Mittwoch gab das Unternehmen in Düsseldorf seine Quartalszahlen bekannt, die um ein Drittel unter denen des Vorjahres liegen. Trotz des miesen Ergebnisses bekräftigte Konzernchef Kasper Rorsted das Vorhaben, die Umsatzrendite bis 2012 auf 14 Prozent zu steigern.

Für die ersten drei Monate des Jahres verbuchte der durch Pritt und Persil bekannte Konsumgüterhersteller einen Gewinn von 117 Mio. Euro nach 219 Mio. Euro vor Jahresfrist. Auch operativ verdiente Henkel deutlich weniger. Das Ebit sackte von 320 Mio. im Vorjahr auf 218 Mio. im ersten Quartal. Schuld daran ist vor allem der massive Rückgang bei Industrieklebstoffen.

Gleichzeitig stieg der Umsatz um 3,1 Prozent auf 3,26 Mrd. Euro – bedingt durch den milliardenschweren Zukauf des Konkurrenten National Starch. Positiv entwickelte sich auch die Waschmittel- und Kosmetiksparte.

Der Henkel-Vorstandsvorsitzende Rorsted bezeichnete den Start insgesamt als „nicht zufriedenstellend“. Insbesondere im Klebstoff- und Industriegeschäft spürt der Düsseldorfer Hersteller die weltweit schwierige Lage wichtiger Abnehmerindustrien. Die Sparte beliefert vor allem die in der Krise schwer gebeutelte Auto- und Bauindustrie.

Eine konkrete Prognose für 2009 scheute der 47-jährige Henkel-Manager angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erneut. Er meint aber, dass der Waschmittel- und Kosmetikbereich im zweiten Quartal weiter zulegen und sich der Abwärtstrend im Klebstoff- und Industriegeschäft verlangsamenwird.

Mit seinem Ergebnis blieb Henkel immer noch knapp über den Erwartungen des Markts. Die Aktien legten um 4,3 Prozent zu, womit der Dax-Konzern am Mittwoch zu den Börsenfavoriten zählte. Analysten hatten mit einem Gewinn von 115 Mio. Euro gerechnet. Wie Konzernchef Rorstedt gehen auch viele Marktbeobachter davon aus, dass das Klebstoff-Geschäft die Talsohle inzwischen erreicht hat und das Unternehmen seine Margen dank des Einsparungsprogramms steigern kann.

Angesichts der selbstverordneten Rosskur hatte Henkel bereits das letzte Viertel des Krisenjahres 2008 ohne große Blessuren überstanden. Mit dem Sparprogramm fallen 3 000 Stellen weg. Zudem sind die Integrationskosten für National Starch niedriger als erwartet.

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