Konsumgüterhersteller
Hohe Umbaukosten drücken Henkels Gewinn

Gewaschen werden muss immer, auch in der Krise. Da mag man glauben, dass Henkel der allgemeine Konjunturabschwung nicht viel ausmacht. Dennoch sank Henkels Gewinn im dritten Quartal. Der Waschmittelriese leidet vor allem unter den Hohen Kosten des Konzernumbaus.

HB DÜSSELDORF. Der Überschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter schrumpfte um fast 58 Prozent auf 101 Mio. Euro, teilte Henkel mit. Bereinigt um die Umbaukosten stieg der Quartalsüberschuss um 2,4 Prozent auf 251 Mio. Euro. Bei Henkel läuft ein Kostensenkungsprogramm, durch das allein in Deutschland rund 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem werden zugekaufte Klebstoffgeschäfte in den Düsseldorfer Konzern integriert.

Der Quartalsumsatz stieg getrieben von den neuen Geschäften um zwölf Prozent auf 3,76 Mrd. Euro. Bereinigt um Zukäufe und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte lag das Umsatzplus bei 3,5 Prozent. Henkel stellt neben Waschmitteln und Klebstoffen auch Kosmetikartikel her.

Henkel hat seinen Ergebnisausblick für 2008 reduziert, die Umsatzprognose aber bestätigt. Das Düsseldorfer Unternehmen erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent, rechnet beim bereinigten betrieblichen Ergebnis jetzt aber nur noch mit einem Zuwachs von etwa zehn Prozent.

Bisher hatte das Management mit einem Zuwachs „am unteren Ende des mittleren Zehnprozentbereichs“ gerechnet, also mit rund 14 Prozent. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie sieht Henkel nun einen Zuwachs „im niedrigen einstelligen Prozentbereich“, bisher war es ein Zuwachs „am unteren Ende des mittleren einstelligen Prozentbereichs“.

Henkel hat ein Kostensenkungsprogramm gestartet, durch das allein in Deutschland rund 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem müssen zugekaufte Klebstoffgeschäfte in den Düsseldorfer Konzern integriert werden. Der Quartalsumsatz stieg getrieben von den neuen Geschäften um 12 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro. Bereinigt um Zukäufe und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte lag das Umsatzplus bei 3,5 Prozent. „Trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir auch im dritten Quartal ein gutes organisches Umsatzwachstum erzielt“, erklärte Konzernchef Kasper Rorsted.

Dazu hätten alle drei Konzernsparten - Klebstoffe, Waschmittel und Kosmetik - beigetragen. Beim operativen Gewinn (EBIT) wies nur die Klebstoffsparte um Pritt, die mit einem Großeinkauf gestärkt worden war, einen deutlichen Zuwachs aus. Das Plus betrug 2,9 Prozent auf 169 Millionen Euro. In der Stammsparte Waschmittel um Persil ging der operative Gewinn um 6,4 Prozent auf 117 Millionen Euro zurück.

Preiserhöhungen und Kostensenkungen hätten die Verteuerung der Rohstoffe nicht völlig ausgeglichen. In der Kosmetiksparte um Schwarzkopf und Fa stieg der operative Gewinn nur leicht um 0,7 Prozent auf 96 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet Henkel aktuell einen Zuwachs des operativen Gewinns bereinigt um Umbaukosten von etwa 10 Prozent. Bisher war bei dieser Kennziffer für das Gesamtjahr ein Zuwachs am unteren Ende des mittleren 10-Prozent-Bereichs vorhergesagt worden.

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