Konsumgüterhersteller
Procter & Gamble mit weniger Gewinn

Der weltgrößte Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble hat den Umsatz kaum gesteigert. Beim Gewinn gab es sogar herbe Einbußen.
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CincinnatiEine schwache Nachfrage aus Industriestaaten wie den USA hat zu einem Gewinnrückgang bei den Konsumgüterherstellern Procter & Gamble und Colgate-Palmolive geführt. Zwar verkaufte Weltmarktführer P&G mehr von seinen neuen, günstigeren Produkten, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dies drückte aber den Gewinn im abgelaufenen Quartal.  

Der Hersteller von Gillette-Rasierklingen, Pampers-Windeln und Ariel-Waschmittel verzeichnete einen Nettoprofit von 3,33 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verkauf der Pharmasparte viel Geld in die Kassen gespült, so dass damals ein Gewinn von 4,66 Milliarden Dollar stand.

Der aktuelle Quartalsgewinn entsprach in etwa den Erwartungen von Analysten. Wie der Konkurrent Colgate - bekannt durch die gleichnamige Zahnpasta - hofft P&G darauf, dass Verbraucher wegen der wirtschaftlichen Erholung wieder öfter zu teureren Markenprodukten greifen.  Der Trend zu billigeren Produkten zeigte sich bei Procter auch im Umsatz. Er wuchs nur um zwei Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar, während der Absatz um sechs Prozent zulegte.

Zugleich bekräftigte der Konzern seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011, das Ende Juni endet. Im fortgeführten Geschäft will P&G zwischen 3,91 und 4,01 Dollar je Aktie verdienen und damit etwas mehr als 2010. Für den organischen Umsatz wird ein Plus von vier bis sechs Prozent vorhergesagt. Darin sind keine Ver- und Zukäufe von Geschäftsteilen oder Währungsschwankungen enthalten. Investoren reagierten auf die Zahlen zunächst enttäuscht.

Im vorbörslichen Handel gaben die Papiere etwa zweieinhalb Prozent ab.  Auch der Konzern Colgate, der neben Zahnpasta Produkte wie den Reiniger Ajax oder den Weichspüler Softlan anbietet, berichtete einen leichten Gewinnrückgang, und zwar auf 624 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal standen noch 631 Millionen.

Nach Angaben des Unternehmens drückten höhere Werbeausgaben und Rohstoffkosten auf das Ergebnis. Der Umsatz fiel um zweieinhalb Prozent auf 3,98 Milliarden Dollar. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 4,06 Milliarden gerechnet. Auch Colgate-Aktien waren im vorbörslichen Handel im Minus.  

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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