Konsumgüterkonzern stockt erneut Jahresziel auf
Henkel mit starkem dritten Quartal

Der Konsumgüterkonzern Henkel steht vor dem größten Zukauf der Firmengeschichte mit deutlich steigenden Umsätzen und Gewinnen glänzend da. Dank einer regen Nachfrage der Kunden nach seinen Kosmetikprodukten, Klebstoffen und Waschmitteln hob das Düsseldorfer Unternehmen am Mittwoch seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2007 an. Im dritten Quartal übertraf Henkel beim Umsatz und operativen Gewinn die Erwartungen von Analysten leicht.

HB DÜSSELDORF. Der Umsatz sei Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 3,36 Milliarden Euro gestiegen, teilte Henkel in München mit. Ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte hätten die Erlöse um 6,0 Prozent zugelegt. Das Ebit stieg um zwölf Prozent auf 359 Millionen Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter legte um 12,8 Prozent auf 238 Millionen Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten bei einem Umsatz von 3,33 Milliarden Euro ein Ebit von 356 Millionen Euro erwartet.

„Aufgrund dieser guten Geschäftsentwicklung gehen wir jetzt davon aus, dass wir im Gesamtjahr ein organisches Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent erzielen werden“, sagte Vorstandschef Ulrich Lehner. Ebit und Ergebnis je Aktie sollen noch stärker zulegen. Henkel hob damit bereits zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose an. Ins Jahr gestartet war der Vorstand mit der Erwartung eines Umsatzzuwachses von drei bis vier Prozent.

Henkel legte im dritten Quartal vor allem in seiner Kosmetiksparte kräftig zu und jagte mit einem organischen Umsatzwachstum von 7,3 Prozent den Konkurrenten Marktanteile ab. Auch im Klebstoffgeschäft, das Henkel mit der milliardenschweren Übernahme von Geschäften der ICI-Tochter National Starch stärken will, verbuchte der Konzern trotz Rückgängen im US-Geschäft mit der Bau- und Automobilindustrie Zuwächse.

Im kommenden Jahr will Henkel für knapp vier Milliarden Euro Teile von National Starch schlucken. Der Chemiekonzern Akzo Nobel will ICI übernehmen und die Geschäfte mit einem Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro dann an die Düsseldorfer weiterreichen. Der Abschluss der Transaktion wird Anfang des zweiten Quartals 2008 erwartet.

Henkel-Chef Lehner begrüßte am Mittwoch in München die Zustimmung der Aktionäre von Akzo Nobel und ICI zur Übernahme des britischen Konzerns durch die Niederländer, die anschließend Teile von ICI an Henkel weiterreichen wollen, als „wichtigen Schritt“ auf dem Weg zu dem Zukauf. Henkel sehe in dem Zukauf eine „einmalige Gelegenheit“, die Klebstoff- und Industriesparte und damit den ganzen Konzern zu stärken.

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