Konsumgüterkonzern
Unilever bleibt bei Doppelstruktur

Entgegen den Wünschen mancher Anleger will der Konsumgüterkonzern Unilever seine Doppelstruktur weitgehend beibehalten.

HB AMSTERDAM. Das Unternehmen wird auch in Zukunft einen geteilten Hauptsitz in Großbritannien und den Niederlanden haben und die Aktien werden weiterhin in London und Amsterdam notiert. Der Wert der Anteilsscheine solle aber unter anderem durch einen Aktiensplit angeglichen werden, teilte der Hersteller von Produkten wie Langnese-Eis, Knorr-Suppen und Lipton-Tee am Montag mit.

„Dies wird die Transparenz und Übersichtlichkeit der Aktien erhöhen“, sagte Unilever-Chairman Antony Burgmans. Zudem wolle der Konzern die Verteilung von Vermögenswerten zwischen den beiden Muttergesellschaften erleichtern. „Wir haben entschieden, dass die aktuelle Struktur am besten unseren Interessen und denen unserer Aktionäre dient“, erklärte Burgmans. Die Änderungen würden den Anteilshabern bei der Jahreshauptversammlung im Mai zur Abstimmung vorgelegt werden.

Analyst Marco Gulpers von der Bank ING schrieb in einem Bericht, dass die Pläne nicht der große Wandel seien, auf den manche Investoren gehofft haben könnten. Die Vereinfachung der Aktienpreis-Struktur dürfte sich aber positiv auf den Kurs auswirken. „Außerdem verändern sie nicht die grundlegende operative Leistung der Gruppe“, erklärte Gulpers.

Nach der Ankündigung fiel der Kurs der Unilever-Aktien in London um knapp zwei Prozent auf 571 Pence und in Amsterdam um 1,7 Prozent auf 57,70 Euro.

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