Konsumgüterkonzern
Unilever steigert Umsatz im ersten Quartal

Die hohen Materialkosten bereiten Unilever weiterhin Grund zur Sorge. Vorerst hat der Hersteller von Knorr-Suppen und Dove-Seifen aber gute Zahlen vorgelegt.
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LondonDer Konsumgüterriese Unilever hat trotz der Wirtschaftsflaute ein solides Wachstum im ersten Quartal hingelegt, stellt sich aber auf Gegenwind ein. Der Umsatz stieg bereinigt um 8,4 Prozent, wie das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Hersteller von Knorr-Suppen und Dove-Seifen hatte selbst nur ein Plus von 6,4 Prozent in Aussicht gestellt. Auch Analysten hatten mit weniger gerechnet, deshalb legte die Aktie in London mehr als zwei Prozent zu.

Vor allem die Schwellenländer, wo Unilever mehr als die Hälfte seines Geschäfts macht, sorgten für Wachstum, während sich die Märkte in Europa eher schwach präsentierten. Besonders gut liefen Körperpflegeprodukte wie Duschgels oder Seifen von Dove und Lux sowie Rexona-Deos. Die Marke mit dem stärksten Wachstum war Clear - ein Anti-Schuppen-Shampoo, das in vielen Ländern Asiens den Markt dominiert und jüngst in den USA an den Start ging.

Die weltweite Nummer Drei der Branche fürchtet aber, dass die steigenden Materialkosten etwa für Öl die Geschäfte im Jahresverlauf bremsen werden. Auch bleibe das konjunkturelle Umfeld schwierig, stellte das Unternehmen klar. „Der Wettbewerb ist sehr stark und das Wachstum in den Schwellenländern war zuletzt auch etwas schwächer“, sagte Finanzchef Jean-Marc Huet. Dennoch würdigte er das Ergebnis als guten Start ins Jahr.

Im Gesamtjahr bleibe das Unternehmen auf Kurs, die Profitabilität leicht zu verbessern. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle hatte im ersten Quartal ein Wachstum von gut sieben Prozent geschafft, Danone aus Frankreich 6,9 Prozent. US-Rivale und weltgrößter Konsumgüterkonzern Procter & Gamble legt am Freitag seine Zahlen vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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