Konsumgüterriese
Procter & Gamble senkt Jahresprognose

Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble hat erneut Abstriche beim Umsatz und Gewinn angekündigt. Die zweite Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate sorgte unter Börsianern für Ernüchterung.
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LondonDer Konsumgüterriese Procter & Gamble hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate seine Geschäftsprognosen gestutzt. Für das laufende vierte Geschäftsquartal senkte Procter & Gamble am Mittwoch seine Prognose für den Anstieg des bereinigten Umsatzes auf zwei bis drei Prozent von bislang vier bis fünf Prozent. Auch beim angepeilten Gewinn je Aktie machte der Konzern Abstriche: Er senkte die Spanne auf 75 bis 79 Cent von bislang 79 bis 85 Cent.

Der Weltmarktführer, der mit Gillette-Rasierklingen, Pampers-Windeln und Wella-Shampoo in vielen Supermärkten vertreten ist, nahm sich für das kommende Geschäftsjahr ab Juli vor, den Gewinn mindestens stabil zu halten und nach Möglichkeit um bis zu rund fünf Prozent zu steigern. Ohne Wechselkursschwankungen würde der Gewinn noch höher ausfallen, erklärte das Unternehmen. Der bereinigte Umsatz werde voraussichtlich um zwei bis vier Prozent zulegen.

Ende April hatte der Weltmarktführer wegen eines umfangreichen Konzernumbaus sowie höherer Kosten für Diesel, Chemikalien und Alkohol seine Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 gesenkt. Die größten Konkurrenten von Procter & Gamble sind der britische Unilever-Konzern und die deutsche Beiersdorf. Die Aktien beider Unternehmen gaben rund zwei Prozent nach, weil die Börsianer auch bei ihnen eine Geschäftseintrübung befürchteten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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