Konventionelle Antriebstechniken weiter vorherrschend
Studie: Zahl der Autos nimmt zu

Einer Studie zufolge könnte die Zahl der Autos in Deutschland bis zum Jahr 2030 um fast 20 Prozent auf 53,5 Millionen Fahrzeuge ansteigen. Das gab der Shell-Konzern, der die Erhebung aufgestellt hat, am Montag bekannt.

HB BERLIN. „Künftig besitzen immer mehr Frauen und Senioren ein eigenes Auto“, sagte Projektleiter Axel Zander am Montag in Berlin bei der Präsentation der Studie. Ein jährliches Wirtschaftswachstum von 2 Prozent und ein Rückgang der Bevölkerung um zwei Millionen Menschen unterstellt, werde die Motorisierung auf 785 Personenkraftwagen (Pkw) im Jahr 2030 von derzeit 664 Pkw je 1 000 Erwachsene ansteigen. Zugleich wird den Schätzungen zufolge der Kraftstoffverbrauch auf durchschnittlich 6,5 von derzeit 8,4 Liter je 100 Kilometer zurückgehen. Der Kohlendioxid-Ausstoß sinkt demnach bis 2030 auf 79 Millionen Tonnen von 110 Millionen Tonnen im Referenzjahr 1990.

Es könne aber auch sein, dass die Zahl der Pkw nur um knapp zehn Prozent auf 49 Millionen steige. Dies sagt die Studie für den Fall voraus, dass die Menschen sich skeptisch gegenüber Reformen verhielten und Veränderungen verzögerten. „Die 'gefühlte' wirtschaftliche Unsicherheit, aber auch die hohe Abgabenlast sorgen für allgemeine Skepsis und ein zurückhaltendes Konsumverhalten“, beschreiben die Forscher ihre Grundannahme für dieses Szenario, das sich mit der gegenwärtigen Stimmungslage in Deutschland deckt. Dann werde das durchschnittliche Wachstum nur bei 1,6 Prozent liegen und der Bevölkerungsrückgang werde drei Millionen Menschen betragen.

Konventionelle Antriebstechniken würden in jedem Fall den Pkw-Markt in den kommenden Jahrzehnten weiter dominieren, sagte die Studie voraus. „Flüssige Kraftstoffe werden noch lange Zeit die zentrale Rolle im deutschen Markt spielen, denn sie erfordern keine zusätzlichen Investitionen in des bestehende Tankstellennetz“, heißt es. Zwar würden konventionelle Kraftstoffe durch Biokraftstoffe ergänzt. „Erst langfristig wird Wasserstoff, der momentan noch deutlich teurer ist als herkömmliche Kraftstoffe, eine Rolle spielen.“

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