Konzentration auf Anlagenbau
MG will sich von der Chemie trennen

Die Vorentscheidung über die Zukunft des Mischkonzerns MG Technologies ist gefallen. Nach Informationen aus Finanz- und Aufsichtsratskreisen will sich die im MDax notierte MG von ihrer Chemiesparte Dynamit Nobel trennen und sich auf den Anlagenbau konzentrieren.

HB/mm/rob FRANKFURT. Die endgültige Entscheidung soll der Aufsichtsrat am Donnerstag treffen. Doch bereits jetzt wurden zwei Investmentbanken mit dem Verkauf der Chemiesparte beauftragt. Das Mandat hätten Lazard sowie Dresdner Kleinwort Wasserstein erhalten, hieß es in Finanzkreisen. Die MG war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bisher steht der Frankfurter Traditionskonzern auf den beiden Säulen Chemie und Anlagenbau. Seit der Ankündigung des vorzeitigen Ausscheidens des ehemaligen MG-Chefs Kajo Neukirchen Anfang April gibt es Spekulationen über eine mögliche Aufspaltung der einstigen Metallgesellschaft. Der seit Juni amtierende neue Vorstandschef Udo Stark hatte eine gründliche Bestandsaufnahme angekündigt. Stark rückte an die MG-Spitze, nachdem sich Großaktionär Otto Happel in einem jahrelangen Machtkampf gegen Neukirchen durchgesetzt hatte. Happel hält rund 20 Prozent der MG-Aktien. Er hatte wie zahlreiche andere Investoren bemängelt, dass die Zwei-Säulen-Strategie kaum Synergien aufweise.

Mit dem Verkauf von Dynamit Nobel würde sich MG von rund der Hälfte des Jahresumsatzes von gut 8,5 Milliarden Euro trennen. Zu den möglichen Interessenten zählen die niederländische DSM, Degussa und die Lonza-Group sowie Finanzinvestoren. Die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts und die Investmentbank Goldman Sachs hatten sich bereits im April für Dynamit Nobel und den Anlagenbauer Gea interessiert. Der Preisrahmen für den damals gescheiterten Übernahmeversuch lag bei rund 3 Milliarden Euro.

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