Konzentration auf dem Biermarkt
Warsteiner übernimmt Mehrheit an Frankenheim

Die Konzentration auf dem stark zersplitterten Biermarkt in Deutschland schreitet voran. Die zu den größten deutschen Privatbrauereien zählende Warsteiner Brauerei hat die Mehrheit an der letzten selbstständigen Altbier-Großbrauerei Frankenheim übernommen.

HB DÜSSELDORF. Die Warsteiner Brauerei erwarb zum 1. Mai 60 % der Anteile an dem Düsseldorfer Unternehmen, teilten beide Verhandlungspartner am Dienstag mit. Die übrigen 40 % bleiben in den Händen des bisherigen Firmeninhabers Peter Frankenheim. Der Warsteiner-Eigentümer Albert Cramer schloss weitere Zukäufe nicht aus. So könnte eine ostdeutsche Premiummarke interessant sein.

Frankenheim ist der zweitgrößte Altbierhersteller nach Diebels, das wie Becks zum weltgrößten Braukonzern InBev gehört. Mit dem Mehrheitsverkauf an Warsteiner löst der bisherige Firmeninhaber, der keine Kinder hat, die Nachfolgefrage für sein Unternehmen. Nach einer mehrmonatigen Übergangszeit wolle Peter Frankenheim in den Beirat wechseln und dort mit Cramer den Altbierbrauer begleiten. Für die Düsseldorfer Privatbrauerei werde dann eine neue Geschäftsführung bestellt, Frankenheim solle seinen eigenen Charakter behalten. Der Düsseldorfer Altbierhersteller werde seine Produkte, darunter auch Biermischgetränke, beibehalten und auch künftig kein Pils brauen.

Mit der Beteiligung von Warsteiner an Frankenheim werde eine bereits seit drei Jahrzehnten bestehende Kooperation fortgeführt. Für das Unternehmen mit der Altbiermarke Frankenheim hätten auch andere Brauer Interesse gezeigt. Wie in Branchenkreisen verlautete, sind Frankenheim und Warsteiner in der Gastronomie durch Verträge sehr eng verbunden. Jeder andere Käufer wäre deshalb das Risiko von erheblichen Absatzverlusten eingegangen, meinen Experten. Frankenheim verzeichnete 2004 einen Ausstoß von rund 400 000 Hektoliter Bier.

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