Konzentration auf Kernbreiche
Qiagen meldet kräftiges Gewinnplus

Das deutsch-niederländische Biotechnologieunternehmen Qiagen hat im vierten Quartal 2004 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum und Analystenerwartungen übertroffen.

HB FRANKFURT. „Es war ein sehr starkes Quartal, das vor allem von den anhaltend steigenden Forschungsausgaben der Pharmaindustrie profitierte“, begründete Konzernchef Peer Schatz am Montag im Gespräch mit Reuters den Gewinnanstieg von 76 Prozent auf 15,8 Millionen Dollar. Auch die Biotechindustrie habe nun mit einiger Verspätung bei den Ausgaben nachgezogen, ergänzte Schatz. Analysten hatten im Durchschnitt einen Überschuss von 14,8 Millionen Dollar erwartet.

Der Umsatz stieg in dem Zeitraum leicht auf 95,5 Millionen Dollar von 95,1 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Damit übertraf Qiagen Erwartungen von Analysten, die mit einem geringen Rückgang auf 94,7 Millionen Dollar gerechnet hatten. Mit einem operativen Ergebnis von 22,3 Millionen Dollar erfüllte Qiagen die Erwartungen der Analysten von 23,7 Millionen Dollar allerdings nicht.

Für das laufende Jahr rechnet Schatz erneut mit einem Anstieg bei Umsatz und Gewinn. Er könne mit Analystenschätzungen zum Umsatz im laufenden Jahr von 410 Millionen Dollar bis 420 Millionen Dollar gut leben. Auch mit den Gewinnerwartungen der Experten für 2005 von 44 bis 48 Cent je Aktie fühle er sich wohl. „Unsere Prognose wird auf jeden Fall nicht niedriger sein“, sagte Schatz. Konkreter wolle er am Dienstag bei einer Analystenkonferenz werden. Im vergangenen Jahr erzielte Qiagen einen Jahresumsatz von 380,6 Millionen Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 39 Cent.

„Ich rechne 2005 insgesamt mit einem kräftigen organischen Wachstum“, prognostizierte Schatz und fügte hinzu, dass Qiagen im vergangenen Jahr etwa zehn Prozent des Unternehmens veräußert habe. „Wir haben uns von Bereichen, die nicht wesentlich zum Unternehmen beigetragen haben, getrennt.“ Qiagen konzentriere sich nur noch auf die Kerngebiete: Das Instrumentengeschäft und die Sparte mit Produkten für die Aufreinigung von Nukleinsäuren, das Consumables-Geschäft.

Der weltweit führende Hersteller von Analysezubehör für die Gen- und Proteinforschung bedient sowohl akademische Forschungseinrichtungen wie auch Labors der Pharma- und Biotechindustrie. Knapp 50 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Qiagen in Nordamerika.

In Frankfurt hatten die Qiagen-Aktien zum Handelsschluss am Montag 0,11 Prozent auf 9,26 Euro verloren. An der US-Technologiebörse Nasdaq schloss Qiagen um 1,42 Prozent höher bei 12,15 Dollar.

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