Konzentration auf Roboter
IWKA rechnet 2004 mit Gewinnplus

Nach positiven Ergebnissen im vergangenen Jahr sieht der Karlsruher Anlagenbauer IWKA die nahe Zukunft rosig und rechnet 2004 mit weiteren Zuwächsen.

HB KARLSRUHE. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei 2003 um 10,5 Prozent auf 81,1 Millionen Euro gestiegen, teilte IWKA am Montag in Karlsruhe mit. Analysten hatten mit 76,5 Millionen Euro gerechnet. Der Jahresüberschuss habe wegen einer höheren Steuerquote nur leicht auf 23,4 (Vorjahr: 22,5) Millionen Euro zugelegt.

Vorstandschef Hans Fahr bekräftigte auf der Bilanzpressekonferenz die Absicht, die IWKA stärker auf das Kerngeschäft mit Robotern für die Auto- und Konsumgüterindustrie konzentrieren zu wollen. „Dieser Weg bietet gute Voraussetzungen für eine positive Entwicklung auch 2004. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich unser operatives Ergebnis im laufenden Jahr erneut verbessern wird“, sagte er.

Mit ersten Verkäufen von Randaktivitäten sei noch in diesem Jahr zu rechnen, sagte Fahr. In den ersten drei Monaten habe sich der Auftragseingang um zwölf Prozent auf 752,2 Millionen Euro verbessert, der Konzernumsatz habe mit 467,5 (466,1) Millionen Euro auf Vorjahresniveau gelegen. 2003 hatte der Umsatz bei 2,29 (2002: 2,31) Milliarden Euro stagniert, der Auftragseingang ging auf 2,30 (2,36) Milliarden Euro zurück. Die Dividende soll bei 66 Cent je Aktie konstant bleiben. Der im MDax notierte Anteilsschein von IWKA gewann bis zum Mittag 1,2 Prozent auf 19,50 Euro.

Alle vier Sparten brachten Gewinn

Alle vier Sparten hätten im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben, teilte IWKA mit. Der Löwenanteil des Gewinns kam mit einem Ebit von 73,6 (58,8) Millionen Euro wieder einmal aus der Anlagentechnik. Die Prozesstechnik kehrte mit 2,2 (minus 4,9) Millionen Euro in die Gewinnzone zurück, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern in der von der schwachen Konjunktur besonders belasteten Verpackungstechnik auf 1,3 (10,1) Millionen Euro einbrach.

Der mit einem Anteil von 6,5 Prozent größte IWKA-Aktionär, der im Herbst eingestiegene US-Investor Guy Wyser-Pratte, hatte zuletzt im Interview mit Reuters die Strategie des Unternehmens scharf kritisiert und personelle Veränderungen gefordert. „Die Zeit der Gespräche geht allmählich zu Ende“, hatte er sich ungeduldig gezeigt. IWKA-Chef Fahr gab sich am Montag verwundert über die Äußerungen. Wyser-Pratte habe ihm in einem Brief erst vor kurzem zum Ergebnis des vergangenen Jahres gratuliert, sagte er Reuters am Rande der Pressekonferenz.

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