Konzentration aufs Kerngeschäft
Merck erhöht Finanzziele

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat dank der Konzentration auf sein margenstärkeres Kerngeschäft seine mittelfristigen Finanzziele anheben können. Merck teilte am Mittwoch mit, die mittelfristige Zielmarke für die Umsatzrendite (ROS) sei auf 20 Prozent von bislang 15 Prozent erhöht worden.

HB FRANKFURT. Das mittelfristige Ziel für die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) liege nun bei 25 Prozent statt bislang 15 Prozent. „Sie sehen, Merck geht es gut“, erklärte Konzernchef Bernhard Scheuble. „Es ist Zeit die Messlatte anzuheben.“ Im Parketthandel lag die Merck-Aktie am Mittwochabend mit 1,1 Prozent im Plus bei 64,35 Euro. Zuvor war sie im Computerhandel Xetra mit einem Plus von 0,63 Prozent auf 63,41 Euro aus dem Handel gegangen.

Mit dem neuen Krebsmedikament Erbitux und dem margenstarken Geschäft mit Flüssigkristallen hätten sich die Rentabilitätskennzahlen des Traditionsunternehmens verbessert, teilte Merck mit. Im Zuge der Konzentration auf gewinnstarke Kerngeschäfte hatte sich Merck zudem vergangenes Jahr von seinem Labordistributionsgeschäft VWR International getrennt und außerdem dieses Jahr sein Geschäft mit Elektronikchemikalien verkauft. Beide Sparten waren nach Merck-Angaben durch ein großes Umsatzvolumen bei niedrigen Gewinnmargen gekennzeichnet.

Im ersten Quartal 2005 lag die Umsatzrendite der Darmstädter bereits bei 14,3 Prozent und die Rendite auf das eingesetzte Kapital betrug 18,4 Prozent. Merck hatte seine bisherigen mittelfristigen Rentabilitätsziele im Jahr 2001 festgelegt.

Merck teilte ferner mit, zwei pharmazeutische Forschungsprojekte an Start-Up-Unternehmen abgegeben zu haben. Dafür erhalte Merck Firmenbeteiligungen sowie das Recht auf künftige Lizenzgebühren aus den Projekten.

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