Konzern auf Rekordkurs
Gesundheitsgeschäft verleiht Bayer-Gewinn Flügel

Schon vor der geplanten Übernahme des Berliner Pharmaunternehmens Schering gibt der Bayer-Konzern im Gesundheitsbereich Gas. Dank guter Geschäfte in der Gesundheitssparte und mit Kunststoffen erwischten die Leverkusener einen überraschend starken Jahresstart und erzielten im ersten Quartal einen operativen Rekordgewinn.

HB FRANKFURT. "Das Jahr hat gut begonnen und bestärkt uns in unserer Prognose für das Gesamtjahr", sagte Konzernchef Werner Wenning am Donnerstag. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen habe um 8,2 Prozent auf gut 1,2 Mrd. Euro zugenommen und damit einen Spitzenwert erreicht. Der wichtigste Wachstumsträger war dabei die Gesundheitssparte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf etwas mehr als eine Milliarde Euro gerechnet. Der Umsatz legte um gut zwölf Prozent auf 7,5 Mrd. Euro zu.

Unter dem Strich verbuchte Bayer einen Überschuss von 600 Mill. Euro nach 652 Mill. im Vorjahreszeitraum. Damals hatten noch Geschäfte, von denen sich Bayer inzwischen getrennt hat, 52 Mill. Euro zum Gewinn beigetragen. Dazu zählt vor allem die Chemiegesellschaft Lanxess, die der Konzern an die Börse gebracht hatte.

Wenning zeigte sich mit dem Jahresaufakt zufrieden. "Wir sind dynamisch ins Jahr 2006 gestartet und haben die positive Entwicklung des Vorjahres sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis fortgesetzt", betonte der Manager.

Für 2006 stellte das Management weiter eine leichte Ergebnisverbesserung in Aussicht. Die um Sonderfaktoren bereinigte operative Rendite solle etwa 19 Prozent erreichen. "Damit peilen wir das höchste Ergebnis in der Geschichte unseres Konzerns an", gab sich Wenning zuversichtlich. In den Prognosen sei die geplante Übernahme des Pharmarivalen Schering noch nicht berücksichtigt.

Die Bayer-Aktie legte deutlich zu und führte mit einem Plus von fast drei Prozent auf 36,50 Euro die Gewinnerliste im Deutschen Aktienindex an. "Die Bayer-Zahlen fielen sehr positiv aus. Besonders die Gesundheitssparte Healthcare und der Kunststoffbereich MaterialScience stachen hervor," sagte Chemieanalyst Dennis Nacken von der Helaba Trust. Der Geschäftsausblick für 2006 sei allerdings angesichts der guten Ergebnisse eher konservativ.

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