Konzern bestätigt
Osram streicht fast 8.000 Stellen

Leuchtmittelhersteller Osram weitet seinen Sparkurs aus. Am Abend bestätigte der MDax-Konzern einen Medienbericht, wonach bis 2017 mehrere tausend Stellen gestrichen werden. Schuld ist das alte Kerngeschäft.
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München, DüsseldorfDie Osram AG hat nach einer Vorstandssitzung am Dienstagabend den von der „Wirtschaftswoche“ berichteten Abbau mehrerer tausend Stellen bestätigt. Damit reagiert der Leuchtmittelhersteller auf die starken Einbrüche im Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln, erklärte das langjährige Siemens-Tochterunternehmen. Der Konzernmitteilung zufolge sollen in den Geschäftsjahren 2015 bis 2017 etwa 1.700 Stellen im Inland und rund 6.100 Stellen international wegfallen. Es stünde jedoch noch der Abschluss der Beratungen mit Arbeitnehmervertretern aus. Das Unternehmen verspricht sich davon fortlaufende Kostensenkungen von 260 Millionen Euro. Die einmaligen Kosten für die Umstrukturierung sollen brutto bei 450 Millionen Euro liegen.

Osram gewährte somit schon vorab einen Blick in die Bilanz für das dritte Geschäftsquartal, die am Mittwoch vorgestellt wird. Das Berichtssegment Classic Lamps & Ballasts (CLB) verzeichnete der Pressemitteilung nach zwischen April und Juni einen Umsatzrückgang von 14 Prozent. Auf Konzerneben bedeutet dies, trotz starkem Umsatzwachstums im Bereich LED, einen Rückgang des Umsatzerlös' von einem Prozent. Der Geschäftsausblick wurde bestätigt.

Dem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zufolge dürften vor allem die Standorte Augsburg und Berlin von den Maßnahmen betroffen sein. Konzernchef Wolfgang Dehen hatte aber bereits weitere Einsparungen mit Stellenabbau angekündigt, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Dabei sprach er von Kapazitätsanpassungen im traditionellen Lichtgeschäft.

An diesem Mittwoch (30. Juli) legt Osram auch die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Zuletzt hatte der Konzern wegen des immer schneller schrumpfenden Geschäfts mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Das seit gut einem Jahr im MDax notierte Unternehmen hält demnach bestenfalls ein geringes Erlöswachstum für möglich. Grundsätzlich gehe der Vorstand aber nur von einer Stagnation aus, hieß es. Im vorangegangenen Geschäftsjahr (30. September) lag der Umsatz bei knapp 5,3 Milliarden Euro.

Osram mit zuletzt gut 35.000 Beschäftigten konzentriert sich derzeit vor allem auf das Geschäft mit Leuchtdioden (LED) als Branchentrend. Zwar profitiert das Unternehmen vom wachsenden Bedarf der Autoindustrie an innovativer Beleuchtung, hat aber auch mit harter Konkurrenz aus Asien zu kämpfen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Problem ist das Kerngeschäft? Eine der faulsten Ausreden für ein Management, dass den Markt nicht beobachtet, Trends nicht erkennt und somit eine gesunde Produktentwicklung verschläft. Und dann wird Personal gespart. Was, geschätzte Herrn Manager, machen Sie mit dem eingesparten Geld? In die Zukunft des Unternehmens investieren oder haben Sie etwa andere Verwendung? Ich als Aktionär verzichte gerne auf eine Dividende und bevorzuge ein gesundes, zukunftsorientiertes Unternehmen. Hoffentlich findet sich bald ein kompetenter Nachfolger für Herrn Dehen...

  • Osram streicht fast 8.000 Stellen,
    ich hoffe nur alle überflüssigen Vorstände und Aufsichtsräte werden auch ohne Abfindungen freigesetzt.
    Natürliche fallen alle überzähligen austariflichen Führungskräfte mit darunter.
    So wird ein Schuh daraus.

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