Konzern bleibt wegen Mercedes hinter Erwartungen zurück
Daimler-Chryslers Edelmarke Mercedes im Rückwärtsgang

Daimler-Chrysler hat im dritten Quartal den operativen Gewinn gesteigert. Beim Flaggschiff Mercedes-Benz ist der Gewinn allerdings eingebrochen, was die Bilanz des deutsch-amerikanischen Autobauers unterm Strich stark belastet. Das ist auch dem Aktienkurs nicht gut bekommen.

HB STUTTGART. Der Betriebsgewinn sei in den Monaten von Juli bis September um sieben Prozent auf 1,33 Mrd. € gestiegen, teilte Daimler-Chrysler am Donnerstag in Stuttgart mit. Befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 1,38 Mrd. € gerechnet.

Neben dem Modellwechsel in der A-Klasse und den Kosten für die Behebung von Qualitätsproblemen schlugen sich bei der Mercedes Car Group auch der schwache Dollar und der Absatz des Kleinwagens Smart in einem Gewinneinbruch um 62 % auf 304 Mill. € nieder. Auch im vierten Quartal rechnet der neue Mercedes-Pkw-Chef Eckhard Cordes nicht mit einer Besserung. Der Konzern hält aber an dem Ziel fest, das Betriebsergebnis in diesem Jahr deutlich über die 2003 erwirtschafteten 5,1 Mrd. € zu steigern. 5,0 (3,3) Mrd. € hat der fünftgrößte Autobauer der Welt nach neun Monaten schon verdient.

Die Daimler-Chrysler-Aktie pendelte am Donnerstag um ihren Vortageskurs von 32,75 € und entwickelte sich schwächer als die übrigen Autowerte und der Deutsche Aktienindex (Dax). „Die Zahlen waren in Ordnung, von einer mittleren Katastrophe bei Merecdes abgesehen“, kommentierte Analyst Stephan Droxner von der Landesbank Baden-Württemberg den Quartalsbericht. „Und das hört sich nicht an, als wäre es eine Eintagsfliege.“

Mercedes geht nun davon aus, dass das operative Ergebnis der gewöhnlich ertragreichsten Sparte des Konzerns 2004 wesentlich unter den 3,13 Mrd. € liegt, die sie noch 2003 verdient hatte. „Für die Automobilkonjunktur zeichnet sich im vierten Quartal eine Abschwächung der Nachfrage ab“, warnte Daimler-Chrysler. In Westeuropa sei 2004 nur mit einem Marktwachstum von 1,5 % zu rechnen, weltweit mit einem Plus von vier Prozent.

Zwar seien alle Belastungsfaktoren bekannt gewesen, nicht aber in dem Ausmaß, sagte Droxner. Im Juli hatte sich Mercedes mit dem Betriebsrat auf ein 500 Mill. € umfassendes Sparpaket verständigt.

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