Konzern dementiert
Coca-Cola-Belegschaft befürchtet massiven Stellenabbau

Befürchtungen aus Kreisen der Belegschaft, die Berliner Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) könnte künftig etwa 3 000 ihrer rund 9 000 Arbeitsplätze abbauen, hat ein CCE AG-Sprecher dementiert. „Die Zahl 3 000 entbehrt jeder Grundlage“, sagte der Sprecher am Mittwoch dem Handelsblatt.

ire DÜSSELDORF. Wie das Unternehmen – der größte Abfüller von Coca-Cola-Getränken in Deutschland – mitteilte, verhandeln die Tarifparteien seit Februar hingegen über flexiblere Arbeitszeiten bei der CCE AG. So könnten Jahresarbeitszeitkonten der Mitarbeiter dazu beitragen, dass das Unternehmen während jahreszeitlicher Produktionsspitzen nicht zusätzlich auf Saisonarbeitskräfte zurückgreifen muss. Außerdem werde der Trend zu Einwegprodukten dazu führen, dass im Mehrwegbereich zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen. Branchenexperten schätzen, dass die Änderungen beim Einwegpfand ab Mai die Situation noch verschärfen werden. Die genaue Höhe der Arbeitsplatzverluste ist jedoch noch vollkommen offen. Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) rechnet beispielsweise nicht damit, dass Einwegprodukte wieder das Absatzniveau vor Einführung des Dosenpfands 2003 erreichen.

Die Arbeitnehmervertreter wollen in den weiteren Verhandlungen erreichen, dass Coca-Cola auf betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der sich verändernden Marktbedingungen verzichtet. Dazu nutzen sie die Aufmerksamkeit, die das Unternehmen auch als einer der Hauptsponsoren der Fußball-WM genießt. „Wir wollen verhindern, dass eine durch eine rauschende Weltmeisterschaft motivierte Belegschaft nach der WM ins Nichts fällt“, sagt Uwe Witt, Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der CCE AG.

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