Konzern erwägt Rechtsmittel
BASF zu knapp 35 Millionen Euro Strafe verurteilt

Die EU-Kommission hat den Chemiekonzern BASF zu einem Bußgeld von insgesamt 34,97 Millionen Euro verurteilt. Das ist die zweite Bestrafung innerhalb von vier Jahren durch die EU-Kommission wegen unerlaubter Preisabsprachen im Vitamingeschäft.

HB BRÜSSEL/LUDWIGSHAFEN. Die niederländische Akzo Nobel muss 20,99 Mill. € und die belgische UCB 10,38 Mill. € wegen des Kartells beim Tierernährungs-Vitamin B-4 zahlen, entschied die EU- Kommission am Donnerstag in Brüssel. Ein BASF-Sprecher sagte in Ludwigshafen, der Chemiekonzern prüfe, ob Klage eingelegt werde.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, für Kartelle zum Nachteil von Verbrauchern gebe es in Brüssel „Null-Toleranz“. Der neue Vitaminfall sei sehr ernst. An den verbotenen Absprachen von 1992 bis 1998 waren zunächst auch die US-Unternehmen Bioproducts und DuCoa und der kanadische Hersteller Chinook beteiligt. Da sie schon im April 1994 wieder ausschieden, entgingen sie einer Strafe.

Die Unternehmen sprachen Preise und Marktanteile ab und wiesen sich gegenseitig einzelne Kunden zu, schrieb die Kommission. 1997 habe das Volumen des Marktes für B-4-Vitamine (Choline Chloride) rund 180 Mill. € betragen. Die beteiligten sechs Unternehmen hielten 80 % davon. Positiv hoben die EU-Wettbewerbshüter hervor, dass sich die drei europäischen Hersteller bei den EU-Ermittlungen kooperativ zeigten.

Gegen BASF war bereits vor vier Jahren eine EU-Kartellstrafe von 296,2 Mill. € verhängt worden. Insgesamt belief sich das damalige Bußgeld gegen die BASF und sieben andere Chemieunternehmen auf 855,22 Mill. €. Das war eine der höchsten Strafen der EU-Geschichte.

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