Konzern geht von höherer Rendite aus: Altlasten liegen schwer auf ABB

Konzern geht von höherer Rendite aus
Altlasten liegen schwer auf ABB

Der Elektro- und Anlagenbaukonzern ABB ist auch 2003 trotz aller Sanierungsbemühungen nicht aus den roten Zahlen herausgekommen und hat zum dritten Mal in Folge einen hohen Millionenverlust erlitten.

HB ZÜRICH. Der Elektrotechnikkonzern ABB hat 2003 einen Verlust von 767 Mill. Dollar verzeichnet nach einem Fehlbetrag von 783 Mill. Dollar im Vorjahr. Der Verlust, der den Ankündigungen von Konzernchef Jürgen Dormann entsprach, geht nach Unternehmensangaben auf die Altlasten zurück. Bei den weitergeführten Aktivitäten erzielte der Konzern laut Angaben vom Donnerstag einen Gewinn von 86 Mill. Dollar. Davon wurden allein 54 Mill. Dollar im letzten Quartal erzielt nach 99 Mill. Dollar Verlust im Vorjahresquartal.

Aus nicht weitergeführten Aktivitäten resultierte für ABB ein Verlust von 863 Mill. Dollar im ganzen Jahr 2003 und von 441 Mill. Dollar im dritten Quartal. Für 2004 erwartet ABB eine ansteigende Nachfrage in den meisten Märkten, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Zudem geht ABB von einer Verbesserung der Rentabilität aus.

Der Umsatz wuchs 2003 um 8 % auf 18,795 Mrd. Dollar. Der Betriebsgewinn (Ebit) verbesserte sich um 90 % auf 656 Mill. Dollar. Im vierten Quartal allein erzielte ABB einen Betriebsgewinn von 187 Mill. Dollar nach einer Million Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten für 2003 einen Umsatz von 19,24 Mrd. Dollar, ein Ebit von 650 Mill. Dollar und einen Verlust von 532 Mill. Dollar geschätzt.

Die Nettoverschuldung betrug zum Jahresende 7,9 Mrd. Dollar und lag damit etwas über den angepeilten 7,3 Mrd. Dollar. Die für 2005 anvisierten Ziele für Umsatz, Ebit und Verschuldungsgrad bestätigte das Unternehmen. Für den Zeitraum 2002 bis 2005 strebt ABB ein durchschnittliches jährliches Wachstum von vier Prozent in lokalen Währungen an. Die Ebit-Marge soll 2005 bei 8 % liegen. Der Verschuldungsgrad soll etwa 50 % erreichen.

Ein Analyst der Zürcher Kantonalbank bezeichnete das Ergebnis im Hinblick auf die Kerneinheiten als gut. Positiv sei auch, dass die Ziele für 2005 bestätigt worden seien. Vorbörslich wurde die ABB-Aktie mit einem Kursanstieg von drei Prozent indiziert.

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