Konzern geht weiter von Zustimmung aus
RAG sieht Börsengang auf gutem Weg

Der geplante Börsengang des Essener Energiekonzerns RAG sei auf gutem Weg, hieß es am Montag aus Kreisen der beteiligten Unternehmen. RAG geht trotz heftiger Dementis weiter von der grundsätzlichen Unterstützung seiner Anteilseigner für seine Börsenpläne aus.

HB DÜSSELDORF. In Aktionärskreisen hieß es, das Thema Börsengang werde unter den Eignern der RAG „sehr ernsthaft diskutiert“. An der Einschätzung der RAG habe sich nichts geändert, hieß es am Montag in dem Essener Konzern nahe stehenden Kreisen. In den Eigentümern nahe stehenden Kreisen hieß es, es habe bereits mehrere Gesprächsrunden der Anteilseigner zum Thema Börsengang gegeben. Dieser sei dabei sehr eingehend erörtert worden. Formelle Billigungen der Gremien der drei Konzerne lägen bisher aber nicht vor.

RAG -Vertreter hatten am Wochenende erklärt, die Eigentümer billigten den für Mai 2006 geplanten Börsengang im Grundsatz. Die drei wichtigsten RAG-Anteilseigner Eon, ThyssenKrupp und RWE hatten auf die Aussagen indes ungehalten reagiert und sie als „unverständlich“ bezeichnet. Die drei Konzerne halten rund 90 % an der RAG.

In Finanzkreisen hatte es freilich geheißen, Eon-Chef Wulf Bernotat habe RAG-Chef Werner Müller Zustimmung signalisiert. Auch die Spitzen der Bundesregierung und die Landesregierung in Düsseldorf unterstützen ihn nach Angaben aus Regierungskreisen.

Die aus der Ruhrkohle AG hervorgegangene RAG rechnet nach Angaben aus den Kreisen mit Erlösen von rund fünf Mrd. € aus dem Börsengang. Mit dem Geld wolle sich die RAG mit Hilfe des Bundes aus der Haftung für Risiken aus dem Bergbaugeschäft befreien. Das Bankenkonsortium für den Börsengang der RAG werde voraussichtlich von der WestLB geführt, hieß es in den Kreisen. Den Angaben zufolge könnte die RAG ihre Anteilsscheine in zwei Tranchen anbieten. In einem ersten Schritt würden im Sommer 2006 weniger als 50 % an der RAG angeboten. Werde das Angebot gut am Markt aufgenommen, sei mit einer weiteren Tranche zu einem späteren Zeitpunkt zu rechnen.

Das Vermögen der RAG aus dem so genannten weißen Bereich - ohne die DSK (Deutsche Steinkohle), in der der Bergbau gebündelt ist -, wird den Kreisen zufolge von RAG-Vorstandschef Müller auf neun Mrd. € geschätzt. Im laufenden Geschäftsjahr 2005 peile die RAG einen Umsatz von rund 21 Mrd. € an.

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