Konzern gibt Rechte an Diabetes-Wirkstoff zurück
Aventis stellt weiteres Arznei-Projekt ein

Nur wenige Tage nach dem Misserfolg beim potenziellen Krebsmittel Genasense hat der Pharmakonzern Aventis seine Forschungs-Aktivitäten weiter korrigiert. Die Rechte an dem potenziellen Diabetes-Medikament Diapep277 wurden an die Biotechfirma Develogen zurückgegeben.

shf FRANKFURT/M. Diapep zählte noch im Herbst zu den aussichtsreicheren Diabetesprojekten bei Aventis. Der Wirkstoff zielt darauf, das Absterben von Betazellen zu verhindern, die in der Bauchspeicheldrüse für die Produktion von Insulin verantwortlich sind. Die Zerstörung von Betazellen durch das körpereigene Immunsystem gilt als Ursache für den so genannten Typ-1-Diabetes.

Analysten werten den Ausstieg aus dem Projekt als Vorbote für die anstehende Bereinigung des Aventis-Forschungsprogramms im Zuge der geplanten Fusion mit dem französischen Konkurrenten Sa- nofi-Sythélabo. Die beiden Konzerne einigten sich vor wenigen Wochen auf einen Zusammenschluss unter Führung von Sanofi-Chef Jean-Francois Dehecq. Dieser hat inzwischen bereits angedeutet, dass bei Aventis eine Konzentration der Ressourcen in Forschung und Entwicklung auf aussichtsreiche Wirkstoffe angestrebt werde.

Schwächen in der Aventis-Pipeline offenbarten sich zuletzt beim gescheiterten Zulassungsantrag für das potenzielle Krebsmittel Genasense, das man zusammen mit der US-Firma Genta entwickelt. Nachdem ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung ablehnte, hat Genta den Antrag für Genasense inzwischen zurückgezogen.

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