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Konzern hat Krisenstab eingerichtet: Peugeot sorgt sich um seine Zulieferer

PSA Peugeot Citroën will verhindern, dass Probleme seiner Zulieferer zu Produktionsunterbrechungen führen. Daher hat Europas zweitgrößter Autohersteller einen Krisenstab mit 40 Mitarbeitern eingerichtet, die mögliche Probleme bei den Zulieferern vorzeitig identifizieren sollen. Parallel dazu ist die französische Regierung fest entschlossen, der Autoindustrie durch die Krise zu helfen.

PSA-Vorstandsmitglied Jean-Christophe Quemard räumt Zulieferern längere Zahlungsfristen ein. Quelle: PSA PEUGEOT CITROËN
PSA-Vorstandsmitglied Jean-Christophe Quemard räumt Zulieferern längere Zahlungsfristen ein. Quelle: PSA PEUGEOT CITROËN

PARIS. „Diese Arbeitsgruppe hat derzeit 80 Unternehmen im Blick, das sind doppelt so viele wie noch vor drei Monaten“, sagte Jean-Christophe Quemard, Einkaufschef von PSA und Mitglied des Vorstandes in einem Pressegespräch.

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„Gerade kleinere Unternehmen betreiben keine Vorschau auf ihre Cash-Situation“, sagt Quemard. PSA litt bereits unter den Problemen eines seiner 491 Zulieferer. Ein Streik bei Key Plastics legte im Peugeot Werk in Sochaux fast eine Woche lang die Produktion lahm.

„Wir haben bereits über zwei Milliarden Euro mobilisiert, um unseren Zulieferern zu helfen“, erklärte Quemard. Der Löwenanteil, 1,3 Mrd. Euro, besteht indes darin, dass der Autohersteller seine Zulieferer statt nach 90 Tagen bereits nach 60 Tagen bezahlt. Die langen Zahlungsfristen sind ein Riesenproblem in Frankreichs Wirtschaft. Erst vor kurzem wurden hier gesetzliche Regelung eingeführt. Nur in Italien warten Unternehmen mit 92 Tagen noch länger auf ihr Geld als in Frankreich (58 Tage).

Die französische Regierung ist fest entschlossen, der Autoindustrie durch die Krise zu helfen. Daher hat die Regierung bereits den beiden Herstellern PSA und Renault insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro an Krediten zur Verfügung gestellt.

Parallel hat die Regierung gemeinsam mit beiden Konzernen einen Autofonds aufgelegt, um der mittelständischen Zulieferindustrie zu helfen. Der Fonds verfügt über 600 Mio. Euro und hat vor kurzem seine erste Eigenkapitalspritze von 55 Mio. Euro dem Zulieferer Tréves gegeben. Nun soll der Zulieferer Heuliez zehn Mio. Euro direkt vom Staatsfonds FSI erhalten.

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