Konzern hat mit Marken wie Cartier Erfolg
Richemont verdient prächtig am Luxus

Beim Luxusgüterkonzern Richemont läuft's rund. Die Profitabilität im vergangegen Geschäftsjahr ist gestiegen, der Ausblick gut und die Beteiligung am Tabakkonzern BAT lohnend. Doch es gibt Baustellen, die angepackt werden sollen.

HB ZÜRICH. So gut wie das vergangene Geschäftsjahr geendet ist, hat das neue angefangen: Im April und im Mai zog der Umsatz um 15 Prozent an. Ein starkes Wachstum verzeichnete dabei nach Firmenangaben vor allem das Uhrengeschäft. Das Unternehmen hat am Donnerstag sein Jahresergebnis für 2004/2005 verkündet. „Es wäre verkehrt, das Wachstum der ersten beiden Monaten auf das Jahr hochzurechnen, aber im allgemeinen ist die Stimmung gut“, sagte Executive Chairman Johann Rupert auf einer Telefonkonferenz. Trotz eines relativ starken Euro dürfte das Jahr für die Gruppe ein gutes werden und die Profitabilität weiter anziehen.

Der weltweit zweitgrößte Luxusgüterkonzern münzte den Umsatzanstieg um zehn Prozent auf 3,717 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr in eine deutlich Steigerung des Ergebnisses um: Der Betriebsgewinn kletterte um 71 Prozent auf 505 Millionen Euro. Hier spielten vor allem Skaleneffekte hinein, das heißt die Gruppe konnte von einer besseren Auslastung der Produktionsstätten von den Marken der Gruppe wie Cartier und IWC profitieren.

Die Ebit-Marge, der Anteil des Gewinns vor Steuern und Zinsen am Umsatz, stieg um 4,8 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent. Damit liegt der Konzern zwar noch immer klar unter seiner alten Profitabiltät um die Jahrtausendwende von bis zu 19,3 Prozent, hat sich aber schon deutlich von der jüngsten Krise erholt. Richemont war vom Umsatzrückgang durch den Irak-Krieg, die Konjunkturflaute, das Sars-Virus und hausgemachten Problemen in den vergangenen Jahren arg gebeutelt worden.

Der Reingewinn des Konzerns kletterte um 33 Prozent auf 881 Millionen Euro, darin sind aber 468 Millionen Euro aus der Beteiligung am Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) enthalten. Der Luxusgüterkonzern Richemont, der aus einer südafrikanischen Tabakdynastie hervorging, ist nunmehr mit 18,3 Prozent an BAT beteiligt. Im März hatte Richemont den Verkauf von 0,6 Prozent des Anteils mitgeteilt, nachdem zuvor schon Vorzugsaktien umgewandelt worden waren. Weitere Anteilsverkäufe sind nicht geplant, wie Rupert sagte.

Analysten hatten spekuliert, der Konzern könne mit dem Erlös aus einem BAT-Verkauf grössere Zukäufe finanzieren. Jüngst kursierten Gerüchte über eine Übernahme der Juwelenkonzern Tiffany oder Bulgari. Rupert wies dies zurück.

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