Konzern investiert in neue Werke für die risikoreiche Sparte
Infineon hält an Produktion von Speicherchips fest

Der Münchener Chiphersteller Infineon hat die wochenlangen Spekulationen über einen Verkauf seiner Speicherchipsparte beendet. Das risikoreiche Geschäft mit Speicherchips wird von Infenion nicht abgestoßen. Vielmehr investiert der Konzern nun kräftig in diesen Bereich.

jojo PORTO. „Für Infineon sind Speicher ein Teil des Kerngeschäfts“, sagte gestern Michael Majerus, Finanzvorstand des Speicherbereichs, in Porto. In den nächsten Jahren werde sich die frühere Siemens-Tochter nicht aus dem Geschäft verabschieden, sagte der Manager bei der Einweihung eines neuen Werkes in Portugal.

In den vergangenen Wochen war spekuliert worden, dass Infineon den Bereich verkaufen oder sich einen Partner suchen wird. Die Gerüchte wurden angeheizt als Infineon bestätigte, dass die einzelnen Geschäftsfelder regelmäßig überprüft werden. Zudem hat der langjährige Chef der Sparte, Harald Eggers, das Unternehmen jüngst verlassen – aus privaten Gründen, wie es hieß. Einige Analysten fordern seit Jahren, das lange Zeit verlustträchtige Geschäft abzustoßen.

Majerus hob nun aber hervor, es gebe viele Synergien mit den anderen Sparten des Konzerns, so dass ein Verkauf nicht sinnvoll sei. So wird etwa in der Autochip-Produktion und bei Halbleitern für Handys das ausgediente Equipment der Speichersparte benutzt. Ein Verkauf oder eine Abspaltung wäre ein tiefer Einschnitt gewesen, denn die Speicher erwirtschaften 40 Prozent vom Umsatz.

Das Geschäft mit Speicherchips, so genannten Drams, schwankt stark und gilt deshalb als besonders risikoreich. „Bei Drams sind alle zwei bis drei Jahre Überkapazitäten zu erwarten“, sagte Anfang der Woche Intel-Chef Craig Barrett. Weltmarktführer Intel ist in diesem Bereich überhaupt nicht vertreten. Barrett: „In guten Zeiten geht es im Speichergeschäft stark bergauf. Ist die Branche in der Krise, ist der Sturz aber auch sehr tief.“

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