Konzern kritisiert Sonderregelungen für den Standort Sindelfingen
Daimler-Chrysler stellt Inhalte des Tarifvertrages in Frage

Daimler-Chrysler hat dem Betriebsrat (BR) eine Frist für eine Vereinbarung zur Kostensenkung insbesondere im Werk Sindelfingen gesetzt.

HB STUTTGART. "Bis in etwa 4 Wochen müssen wir eine Entscheidung treffen," sagte der im Konzernvorstand für Mercedes verantwortliche Jürgen Hubbert in einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" (Samstagausgabe). Dabei stellte Hubbert auch Inhalte des Tarifvertrags in Frage. Nur so sei die Wettbewerbsfähigkeit mittelfristig zu sichern, betonte der Manager. Er kritisierte insbesondere Sonderregelungen die den Standort Sindelfingen verteuerten.

Hintergrund der Forderungen sind Produktivitätsvorteile, die sich mit neuen Modellen generieren lassen. Diese sind laut Hubbert nur durch zusätzliches Wachstum zu kompensieren. Dazu müssten weitere Produkte zu wettbewerbsfähigen Bedingungen an den eigenen Standorten gefertigt werden können. In Deutschland stoße das Unternehmen auch wegen der herausfordernden Kostensituation an Grenzen. "Unser Bemühen ist es, Arbeitsplätze am Standort Deutschland zu halten," so Hubbert. Dazu müssten mit dem Betriebsrat Vereinbarungen gefunden werden, die es erlaubten, die Produkte hierzulande zu halten.

Bei den derzeitigen Verhandlungen geht es laut Hubbert nicht um unbedeutende Detailfragen: "Wenn wir keine Lösung finden, können wir einige Produktideen nicht realisieren. Dann haben wir kein Wachstum und dann kommen die Auswirkungen von Produktivitätsfortschritten unausweichlich und mit allen Konsequenzen auf uns zu." Hubbert räumte indirekt ein, dass Sindelfingen als größter Mercedes-Standort von einem möglichen Arbeitsplatzabbau besonders betroffen sein könnte. Dort wird die C- und E-Klasse sowie die S-Klasse und das CL-Coupe gefertigt.

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