Konzern legt zu
Bayer glänzt dank Gesundheitssparte

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im zweiten Quartal dank starker Geschäfte der Gesundheitssparte Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert. Besonders gut lief das Geschäft mit Verhütungsmitteln, Blutgerinnungspräparaten und Krebsmedikamenten.

HB FRANKFURT. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 1,19 Mrd. Euro gestiegen, teilte Bayer am Dienstag mit. Damit lag der Leverkusener Konzern über den Prognosen von Analysten, die nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt mit 1,13 Mrd. Euro gerechnet hatten.

"Das zweite Quartal ist für Bayer sehr gut verlaufen. Damit schließen wir an den hervorragenden Start in das Jahr 2007 an", erklärte Bayer-Chef Werner Wenning. Bayer setzte im zweiten Jahresviertel 8,22 Mrd. Euro um, ein Plus von 22 Prozent. Unter dem Strich blieb für die Monate April bis Juni ein Überschuss von 660 Mill. Euro, was einem Zuwachs von 46 Prozent entspricht.

"Für die Entwicklung unseres Geschäfts im 2. Halbjahr sind wir weiter zuversichtlich", erklärte Wenning und bekräftigte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr. Demnach erwartet Bayer ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent. Die bereinigte operative Rendite gemessen am Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde voraussichtlich bei mehr als 20 Prozent liegen.

Den stärksten Umsatz- und Ergebniszuwachs im zweiten Quartal verbuchte Bayer in seiner Gesundheitssparte HealthCare dank guter Geschäfte mit Verhütungsmitteln, Blutgerinnungspräparaten und Krebsmedikamenten. Hier stiegen der Umsatz um 64,7 Prozent und das um Sondereinflüsse bereinigte Ebitda um 106,2 Prozent. Der Bereich ist nach dem 17 Mrd. Euro teuren Kauf von Schering im vergangenen Jahr das Zugpferd von Bayer. Schon 2006 hatte die Sparte rund 40 Prozent zum Konzernumsatz und fast die Hälfte des operativen Gewinns beigesteuert. Bayer hob im Quartal Synergien von rund 100 Mill. Euro aus der Schering-Integration.

Im Pflanzenschutzbereich CropScience sank zwar der Umsatz um ein Prozent. Das Ebitda vor Sondereinflüssen erhöhte sich aber unter anderem dank der laufenden Sparprogramme um 7,6 Prozent. Die Kunststoffsparte MaterialScience steigerte ihren Umsatz dank größerer Absatzmengen um drei Prozent. Wegen der hohen Energie- und Rohstoffkosten sank das bereinigte Ebitda im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um 9,1 Prozent.

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