Konzern leidet unter Preisdruck: AEG drohen Einschnitte

Konzern leidet unter Preisdruck
AEG drohen Einschnitte

Nach dem überraschenden Chefwechsel stehen beim Hausgerätehersteller AEG möglicherweise Einschnitte bevor. Der neue Chef Martin Wolgschaft werde eine „sehr genaue Analyse der Situation vornehmen“, sagte ein Firmensprecher am Dienstag in Nürnberg.

HB NÜRNBERG. Man bewege sich in einem schwierigen Markt, der von enormem Preisdruck gekennzeichnet sei. Über mögliche Auswirkungen auf die rund 2 800 Beschäftigten an den Standorten Nürnberg und Rothenburg ob der Tauber sei aber noch nicht entschieden.

Wolgschaft trat an diesem Dienstag die Nachfolge des bisherigen AEG-Chefs Egon Minar an. Minar hatte in einem Interview gesagt, das zur schwedischen Electrolux-Gruppe gehörende Unternehmen stehe unter großem Kostendruck. Es seien Restrukturierungsmaßnahmen ins Auge gefasst worden, die er nicht habe mittragen wollen.

„Es ist kein Geheimnis, dass es Preisdruck gibt“, sagte Firmensprecher Michael Eichel. Gründe seien unter anderem die Erhöhung der Stahlpreise und der Rohölpreise sowie die Lkw-Maut. „Das sind Belastungen, die das Unternehmen nicht auffangen kann.“ Man versuche deshalb zurzeit, Preiserhöhungen zwischen vier und sieben Prozent auf dem Markt durchzusetzen.

Zugleich werde analysiert, „wie wir uns in dem schwierigen Wettbewerb künftig aufstellen“. Die AEG Hausgeräte GmbH beschäftigt in Nürnberg rund 1 800 Mitarbeiter, die Waschmaschinen und Geschirrspüler produzieren. Im fränkischen Rothenburg ob der Tauber stellen etwa 1 000 Beschäftigte Herde und Kochfelder her.

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