Konzern muss rund 7 Milliaden Dollar Steuern nachzahlen
Yukos gibt am Vormittag Pressekonferenz

Auf der für Donnerstag Morgen angekündigten Pressekonferenz will Yukos zur Situation des angeschlagenen Konzerns Stellung nehmen. Teilnehmen werden Yukos-Chef Steven Theede, sein Stellvertreter Juri Beilin und Finanzchef Bruce Misamore teil.

HB MOSKAU. Die russische Regierung will zur Begleichung von Steuerforderungen den Yukos-Kernbereich verkaufen, was den Fortbestand des Konzerns gefährden könnte. In den beiden vergangenen Tagen hatten Yukos-Aktien 25 Prozent an Wert verloren. Nachdem Yukos im Juni eine Frist hatte verstreichen lassen, um für das Jahr 2000 Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar nachzuzahlen, sollen die Gerichtsvollzieher nach dem Willen der Regierung nun die 100-prozentige Konzerntochter Yuganskneftegaz verkaufen, die im Konzern einen Produktionsanteil von 60 Prozent hat.

Insgesamt muss Yukos für die Jahre 2000 und 2001 Steuern in Höhe von rund 7 Milliarden Dollar nachzahlen. Zusammen mit Nachforderungen aus den Jahren 2002 und 2003 könnten sich die Steuerschulden nach Schätzungen von Analysten auf 10 Milliarden Dollar summieren.

Beobachter halten das Vorgehen der russischen Behörden für politisch motiviert. Dem ehemaligen Yukos-Chef und größten Anteilseigner des Unternehmens, Michail Chodorkowski, waren Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt worden. Er sitzt seit Oktober wegen des Verdachts von Betrug und Steuerhinterziehung in Haft.

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