Konzern profitiert von stabilisiertem Dollarkurs
Yasmin und Mirena kurbeln Scherings Gewinn an

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat seine Gewinn-Prognose für das laufende Jahr erhöht. Schering setzt dabei auf den vor allem in den USA starken Absatz seiner neuartigen, profitablen Verhütungsmittel Yasmin und Mirena.

HB BERLIN. Der Konzern erhöhte am Donnerstag seine Prognose für den Betriebsgewinn in diesem Jahr daher auf über 700 Millionen Euro von bisher 663 Millionen Euro. Auch das Ergebnis pro Aktie, im Kern also der Nettogewinn, werde nun bei über 2,26 Euro liegen statt der wie bislang in Aussicht gestellten 2,18 Euro. Die Verhütungsmittel Yasmin und Mirena konnten auch im zweiten Quartal ihren Umsatz stark steigern und trieben den Betriebsgewinn auf 201 Millionen Euro, einem Plus von 23 Prozent.

Allerdings fiel das Vorjahresquartal bei Schering vor allem wegen des niedrigen Dollar-Kurses auch besonders schwach aus. Schering lag mit dem Betriebsergebnis jedoch auch deutlich über den Prognosen von Analysten, die im Schnitt nur mit einem Ergebnis von 182 Millionen Euro gerechnet hatten.

Vor dem Hintergrund eines Dollar-Kurses konnte der exportorientierte Konzern auch seinen Umsatz in Euro wieder leicht um 2 Prozent auf 1,241 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz des wichtigsten Schering-Präparats, des Mulitple-Sklerose Medikaments Betaferon, legte in Landeswährungen um sieben Prozent zu, nachdem im ersten Quartal hier noch ein Rückgang zu verzeichnen war.

Schering hatte nach einem schwachen zweiten Quartal im vergangenen Jahr seine Gewinnprognosen für 2003 zurücknehmen müssen. Der Konzern hatte ein Sparprogramm mit dem Namen „Focus“ aufgelegt, um die Profitabilität des Konzerns deutlich zu steigern. Im Jahr 2006 soll die Umsatzrendite jetzt 18 Prozent betragen nachdem sie 2004 bei knapp über 14 Prozent lag. Dafür will Schering etwa die Hälfte seiner Produktionsstätten schließen und weltweit noch einmal 900 Stellen von insgesamt etwa 26.000 abbauen.

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